Als Käufer der DELUG-Ausgabe erhalten Sie auf der Heft-DVD das exklusive Live-System Knoppix 9.2, 19 virtuelle Maschinen, Vortragsvideos von der OSBA 2020, den CentOS-Klon AlmaLinux und vieles mehr.
Neben dem normalen Linux-Magazin ohne DVD gibt es die DELUG-Ausgabe, bei der die Redaktion den beiliegenden Datenträger nach einem speziellen Konzept zusammenstellt: In einer Art modularem System enthält er Programme und Tools, die wir in der jeweiligen Magazin-Ausgabe testen und besprechen. Zudem finden Sie darauf nicht im Heft besprochene Software, die die Redaktion besonders empfiehlt, alles gebündelt unter einer HTML-Oberfläche.
Seite A: Knoppix 9.2
Von Seite A der DELUG-DVD bootet das von Klaus Knopper exklusiv für das Linux-Magazin erstellte Knoppix 9.2 (Abbildung 1). Als Basis des beliebten Live-Systems dienen Debian “Testing” (“Bullseye”) sowie der Kernel 5.10.10 mit aktualisiertem Cloop und Aufs-Patch. Als neue Oberfläche ist das topaktuelle XFCE 4.16 an Bord. Darüber hinaus hat Klaus Knopper die mitgelieferte Software aktualisiert. So meldet sich beispielsweise LibreOffice 7.0. Als Standard-Browser fungiert Chrome, in dem die vorinstallierte Erweiterung uBlock Origin automatisch lästige Werbung blockiert.

Abbildung 1: Knoppix 9.2 stellt neben LXDE, KDE Plasma und Gnome erstmals auch die hier gezeigte Desktop-Umgebung XFCE 4.16 zur Auswahl.
OSBA und Qemu
Drehen Sie die DVD um und greifen mit dem Webbrowser darauf zu, landen Sie in einem HTML-Menü mit zahlreichen weiteren Inhalten. Dazu gehören die Videos vom Open Source Day 2020. In den Vorträgen der online abgehaltenen Konferenz ging es um die Frage, welche Fortschritte Open-Source-Software in Europa verzeichnet. Darüber hinaus versammeln sich auf der DVD insgesamt 19 Überraschungen für den Virtualisierer Qemu. Die skurrilen VMs, ausgeklügelten Bootloader und lehrreichen Anwendungen erschienen im Rahmen des Qemu-Adventskalenders 2020.
Distributionsvielfalt
Neben Knoppix stehen auf der DVD vier weitere nützliche Distributionen bereit. Den Anfang macht die erste Beta 1 von AlmaLinux, dessen Entwicklung das Unternehmen CloudLinux vorantreibt. Die Distribution soll CentOS-Produktivumgebungen ersetzen, ist wie das Vorbild zu RHEL 8 binärkompatibel und erhält wie dieses bis 2024 Aktualisierungen.
Bei der Datenrettung helfen die Live-Systeme Clonezilla und GParted Live. Ersteres sichert Partitionen und klont Festplatten, mit Letzterem lässt sich schnell die Festplatte partitionieren. Abschließend wartet noch Zentyal 7.0 in der Development Edition auf seine Installation. Damit verwandeln Sie einen Rechner in einen vielfältig einsetzbaren Server (Abbildung 2).

Abbildung 2: Zentyal 7.0 basiert auf Ubuntu 20.04 LTS und lässt sich bequem über eine Weboberfläche administrieren.
Passend zum Titelthema hält die DVD die Konfigurationsmanagementwerkzeuge Ansible, Chef, Cfengine und Salt bereit. Bei Interesse wandeln Sie außerdem mit einem von sechs Multimediakonvertern Ihre Video-, Audio- und Fotosammlung in andere Formate, editieren Textdateien auf der Kommandozeile mit Nano 5.5, setzen mit Longhorn 1.1 einen Distributed Block Storage für Kubernetes auf oder vertiefen sich in Software zu den weiteren Artikeln dieses Hefts. (jlu)





