Diesen Monat enthält die erste Seite der DVD eine bootbare Version des aktuellen Linux Mint 19.3 in der Cinnamon-Edition. Für die Rückseite hat die Redaktion unter anderem 16 Videos vom 36. Chaos Communication Congress ausgewählt.
Neben einem normalen Linux-Magazin ohne Datenträger gibt es die DELUG-Ausgabe mit Monats-DVD, bei der die Redaktion den Datenträger nach einem speziellen Konzept zusammenstellt. In einer Art modularem System enthält er Programme und Tools, die die jeweilige Magazin-Ausgabe testet und bespricht. Zudem gibt es nicht im Heft abgehandelte Software, die die Redaktion besonders empfiehlt, alles gebündelt unter einer HTML-Oberfläche.
Seite A: Linux Mint
Von Seite A der DELUG-DVD bootet das aktuelle Linux Mint 19.3 (Abbildung 1) direkt in ein Live-System, aus dem sich die Distribution auf Wunsch auch auf der Festplatte einrichten lässt. Als Desktop-Umgebung dient Cinnamon 4.4, als Basis Ubuntu 18.04.3 LTS.
Gegenüber der Vorversion gibt es zahlreiche Detailverbesserungen. So informiert ein neues Symbol im System-Tray über fehlende Sprachpakete, eine neue Mint-Version und ähnliche Systemereignisse. Neu an Bord sind zudem der Videoplayer Celluloid, der Notizzettel Gnote und das Zeichenprogramm Drawing.

Abbildung 1: Linux Mint kommt mit einem frischen Logo und erlaubt die Wahl des Zeitformats in den Spracheinstellungen.
Videos vom 36C3
Wer die Disk umdreht und mit dem Webbrowser darauf zugreift, landet in einem HTML-Menü mit zahlreichen weiteren Inhalten. Gleich als Erstes stechen die 16 Videos vom 36. Chaos Communication Congress (36C3) heraus, der Ende Dezember in Leipzig stattfand. In ihnen nimmt unter anderem Peter Bosch die Intel Management Engine auseinander, während sich Golem-Kollege Sebastian Grüner die Technik DNS-over-HTTPS vorknöpft.
GraphQL und Tails
Passend zum GraphQL-Artikel auf Seite 78 offeriert die DVD nicht nur die aktuelle Spezifikation der beliebten Query Language als PDF-Dokument, sondern liefert auch gleich noch mit GraphQL.js die Referenzimplementierung des Servers.
Obendrauf gibt es mit dem schlanken Graphql-request sowie dem Apollo-Client zwei passende Clients, die wie der Server in Javascript implementiert sind. Das Angebot komplettiert mit Gqlgen eine Go-Portierung von GraphQL, passend zum GraphQL-Artikel in der aktuellen Ausgabe.
Wem das alles nicht genügt, der surft mit dem aktuellen Live-System Tails 4.2.2 (Abbildung 2) anonym und sicher im Internet, orchestriert seine Container mit der extrem leichtgewichtigen Kubernetes-Distribution K3s, setzt mit der freien XenServer-Alternative XCP-ng einen funktionsreichen Hypervisor auf, baut mit den passenden Konfigurationsdateien das Setup aus dem fünften Teil des Datafari-Workshops nach oder vertieft sich in Software zu weiteren Artikeln dieser Ausgabe. (kki)

Abbildung 2: Tails 4.2.2 vereinfacht Systemupgrades und enthält neben den PDF Redact Tools, auch Tesseract OCR sowie Ffmpeg.





