Diesen Monat präsentiert die erste Seite der DELUG-DVD das brandneue Debian 9 “Stretch”. Die andere Seite bietet unter anderem Platz für ein exklusives Livesystem zur Datenrettung und -analyse, ein E-Book über Vim, eine virtuelle Maschine mit vorinstalliertem Huginn, das neue Fedora 26 und vieles mehr.
Die DELUG-DVD stellt die Redaktion nach einem speziellen Konzept zusammen: In einer Art modularem System enthält sie Programme und Tools, welche die jeweilige Magazin-Ausgabe testet und bespricht. Zudem gibt es nicht im Heft abgehandelte Software, die die Redaktion besonders empfiehlt, alles gebündelt unter einer HTML-Oberfläche.
Von Seite A der DELUG-DVD installieren Interessenten diesmal das neue Debian 9 mit dem Codenamen Stretch (Abbildung 1). Gegenüber der Vorversion stellt jetzt der MySQL-Fork Maria DB die Standarddatenbank und der Paketfilter NFtables löst das traditionelle IPtables ab. Die Netzwerkschnittstellen tragen neue Bezeichnungen und viele Pakete wurden aktualisiert. Die DVD enthält die vom Debian-Projekt bereitgestellte und für die meisten Einsatzzwecke ausreichende DVD-1 für 64-Bit-Systeme.

Abbildung 1: Neben dem hier gezeigten Gnome 3.22 installieren Anwender in Debian 9 auch Plasma 5.8, LXQt 0.11, Mate 1.16 oder Xfce 4.12.
Daten retten
Im HTML-Menü auf der Rückseite fällt als erstes Glanzlicht das exklusive Livesystem mit Datenrettungs- und Hardwaretest-Tools auf. Linux-Magazin-Autor Erik Bärwaldt hat auf Basis von PC Linux OS ein schlankes System gebaut, das Hardware-Analysetools und Rettungstools aus der aktuellen sowie vergangenen Bitparaden zu einem System vereint (Abbildung 2).
Vim und Huginn
Des Weiteren freut sich das E-Book “Vim for humans” auf Leser. In ihm führt Vincent Jousse nicht nur in die Bedienung des geliebten wie verhassten Texteditors ein, er erläutert auch, wie User Vim an ihre Bedürfnisse anpassen, und liefert wertvolle Praxistipps.

Abbildung 2: Das Livesystem von Erik Bärwaldt bietet einen Mate-Desktop und enthält unter anderem das Kommandozeilentool Inxi, um die Hardware zu inspizieren.
Passend zum Artikel über Huginn wartet auf der Heft-DVD zudem eine virtuelle Maschine. In ihr hat Linux-Magazin-Autor Tim Schürmann die praktische, aber schwer zu installierende IFTTT-Alternative startbereit eingerichtet, sodass Interessierte sie ohne umständliche Installation ausprobieren können.
Nicht zuletzt wartet das brandneue Fedora 26 auf seinen Einsatz, dessen Installationsassistent ein neues Partitionierungstool mitbringt. Auf der Heft-DVD liegt neben der Workstation-Ausgabe auch die schlanke, für den Cloudeinsatz optimierte, Atomic-Variante. Beide Versionen setzen ein 64-Bit-System voraus. Wem das alles immer noch nicht reicht, der vertieft sich in Anwendungen zu weiteren Artikeln dieses Heftes.





