In Orlando hat die Susecon13 begonnen, das jährliche Partnerevent der Suse Enterprise-Community. CEO Nils Brauckmann, SAP-Vizepräsident Chris Hallenbeck und IBM-Direktor Jim Wasko gaben die Keynotes zum Besten.
Traditionell darf Michael Miller die anwesenden Gäste der Susecon begrüßen, und das bereitete ihm dieses Jahr offensichtlich besonders viel Spass. Mehr und länger, das war der Hauptwunsch aus der Feedback-Umfrage der Susecon 2012, dem trage man Rechnung und die Besucher honorieren das offenbar: Mit 550 Teilnehmern kamen deutlich mehr als im Vorjahr. 163 Companies aus 31 Ländern schickten Mitarbeiter zu den 260 Stunden Programm in 95 Breakout Sessions und Keynotes. Da passte dann auch das Motto des Begrüßungsvideos, das mit Daft Punks “Get Lucky” den Ton vorgab.
Auch die folgende Keynote von Nils Brauckmann, Suses President und General Manager, konnte von Erfolgen berichten. Dass Suse global wird, hatte der CEO bereits am Vorabend im Linux-Magazin-Interview berichtet, doch in seinem Vortrag zählte Brauckmann eine ganze Reihe von Branchen auf, in denen Suse unangefochtener Marktführer sei: Vier von fünf IBM-Mainframes mit Linux laufen auf Suse, 70 Prozent aller SAP-Linux-Installationen sowie die Hälfte aller Linux-Supercluster. Mittlerweile hat die Firma mehr als 11000 Hardware- und 13000 Software-Zertifizierungen vergeben, Tendenz steigend.
Losing Control, nicht mit Suse!
Nichtsdestotrotz belegen viele Studien, dass die IT in den Unternehmen zunehmend die Kontrolle verliere, beklagt Brauckmann. Die wolle Suse mit den neuen und verbesserten Managementtools zurückbringen, nach dem Motto “Adapt and Deliver” liege der Fokus (gemeinsam mit Partnern) auf dem Management heterogener Netze und Clouds. Da passt auch das jüngste Announcement ins Bild, das ein Microsoft-System-Center-Plugin für den Suse Manager bekannt gibt. Damit können Suse-Anwender auch Windows-Systeme zentral und automatisiert verwalten.Wichtigste Bausteine des Erfolges seien da natürlich Suse Linux Enterprise, die Suse Cloud, aber auch besagter Suse Manager, lobt Brauckmann, und vergisst auch nicht die die Open-Source-Community von Open Suse zu erwähnen, die auf der Susecon bereits eine Preview auf Opensuse 13.1 verteilte. Dann geht er über zu den vom Linux-Magazin bereits berichteten Announcements von Suse Storage und der erweiterten Lifecycle Extension.
SAP und IBM
Für die Susecon stehen Suse prominente Sponsoren und Partner bereit. Dieses Jahr berichten Chris Hallenbeck, bei SAP zuständig für die Americas, Data Warehouse Solutions und die HANA Platform, und Jim Wasko von IBM, warum ihnen Suse ein so wichtiger Partner ist. SAP sei einfach überall drin, meint Hallenbeck: “Egal ob Schokolade, Bier, Autos oder Hundefutter – ohne uns gäbe es das derzeit nicht.” Realtime, schnelle Datenverarbeitung mit In-Memory-Computing und die sichere, stabile Plattform von Suse Linux seien für SAP die logische Kombination.
Die Meinung teilt natürlich auch IBMs Director des Linux Technology Center, Jim Wasko. In seiner Keynote reißt er zunächst die Geschichte von Linux bei IBM ab (“Just als die Geschäftsführung mal wieder drüber nachdachte, wie toll ein einziges Betriebssystem wäre, das auf allen IBM-Plattformen funktioniert, standen die Linux-Entwickler da und meinten: Äh – wir haben da was vorbereitet.”) Das war 1999, und IBM gab die erste Milliarde für Linux aus – ein Ritterschlag für das Pinguin-OS.
Noch ‘ne Milliarde – wofür, entscheiden wir später!
Jetzt, 2013, kommt die zweite Milliarde. Doch die geht voll auf Linux on Power, wobei die weitere Gewichtung noch Gegenstand von Diskussionen ist. Sicher gilt nur, dass das Geld nicht nur an Entwickler, sondern auch an Sales und Marketing gehen soll. Technisch sollen vor allem Managementprodukte für Cloud, ISVs und Middleware auf der Power-Architektur laufen, die bisher nicht oder nur eingeschränkt liefen, etwa Websphere oder DB2blue (DB2 on Power). Dazu will Big Blue die Vorteile der Architektur (mehr Threads pro Core, besseres Speichermanagement hervorstreichen.
Technik, Tracks und Disney
Die Susecon geht am ersten Nachmittag in die technischen Tracks mit Lightning Talks, Vorführungen und Trainings über. Abends steht die Sponsorenparty unter dem Motto “Piraten”, während der offensichtlich florierende Veranstalter die Teilnehmer am Mittwoch abend nach Disney World einlädt. Donnerstag gibt es abends BoFs, die sich spontan ergeben, ehe am Freitag nach der Closing Keynote der Open Suse Summit beginnt. Eine ganz wichtige Frage bleibt jedoch: Welchen Laut macht eigentlich ein Chamäleon? (Video).










Ein guter Artikel, aber openSUSE wird immer noch openSUSE geschrieben :-)