Wie am Rande der Susecon in Orlando bekannt wurde, wird Suse innerhalb des nächsten Jahres eine eigene Storage-Lösung auf den Markt bringen. Die Software wird auf Ceph basieren und in die Suse Cloud integriert sein, berichtet Suse-Chef Nils Brauckmann.
“Ceph ist einfach viel näher am Kernel als etwa Gluster-FS”, meint Suses President and General Manager Nils Brauckmann. “Und auf der anderen Seite haben wir dank Ceph-Rados und Open Stack die perfekte Integration in unsere Suse Cloud, die ja eben erst in Version 2.0 erschienen ist.” Das Ganze will der deutsch-amerikanische Linux-Distributor 2014 zu einem Bundle schnüren, das Ceph-Rados als Storage-Software-Produkt auf Enterprise-Level mit Support auf den Markt bringt.
Das soll “wie immer bei Suse” aus der Community erwachsen und auf Wunsch von Enterprise-Partnern supportet und maintained sein und eine Alternative zu gängigen NAS- und SAN-Lösungen bereitstellen, bis zu sehr großen Installationen. Über die Storage-Komponente Swift von Open Stack sei Ceph bereits heute sehr einfach zu verwalten, und die Suse Cloud biete laut Brauckmann die schnellste Art, Open Stack zu installieren (“Zwanzig Minuten – Fertig”). Wenn möglich, will Suse den Suse Storage nicht erst zur nächsten Susecon präsentieren, sondern deutlich schneller auf den Markt bringen, doch vor Mitte 2014 dürfte eher unwahrscheinlich sein.
Hintergründe zu Ceph, Rados, Open Stack und Gluster liefert der Titelschwerpunkt der Linux-Magazin-Ausgabe 02/13, beispielsweise der Vergleich zwischen Ceph und Gluster.




