Cloud Computing drängt auf den Desktop: Ressourcen aus dem Internet sollen den lokalen Rechner ergänzen oder gar ablösen. Eine Bestandsaufnahme der derzeit angebotenen Umsetzungen.
Die Idee des Cloud-Desktops klingt bestechend: Egal auf welchem Computer er sich auf der weiten Welt anmeldet, der Anwender sitzt stets vor seiner individuellen Arbeitsumgebung mit allen vertrauten Programmen und persönlichen Dokumenten. Ein Browser genügt für den Zugriff auf den virtuellen Desktop. Da die Dateien in einer Cloud liegen, geht weder der Speicherplatz aus, noch muss der Benutzer Gedanken an Backups verschwenden. Sogar die Rechenleistung des eigenen Computers ist zweitrangig, denn alle Anwendungen laufen auf potenten Servern irgendwo im Internet.
Vorteil Internet
Ein kleines Netbook mutiert dank Cloud-Desktop zur Workstation. Sollte das mobile Gerät am Flughafen gestohlen werden, hält der Langfinger nur billige Hardware in den Händen. Administratoren freuen sich, dass alle die gleiche Software nutzen, die sie zentral pflegen und verwalten können. Kein Wunder also, dass immer mehr Firmen und Open-Source-Projekte auf diesen Zug aufspringen. Die kommerziellen Dienstleister betreiben selbst eine Cloud.
Bei der Icloud des schwedischen Unternehmens Xcerion [1] erhält der Anwender nach Registrierung einen kostenlosen virtuellen Computer, der über 3 GByte freien Speicherplatz verfügt. Wer die Geldbörse zückt und einen Premium-Account für zirka 40 Dollar pro Jahr bucht, darf bis zu 100 GByte Daten speichern und muss sich zudem nicht mit Werbung rumschlagen.
Icloud setzt sowohl ein installiertes Java- als auch ein Flash-Plugin voraus. Flash ist für die Login-Seite erforderlich, die Java-Umgebung ist das Fenster zum Online-Computer. Der Dienst ist für den Internet Explorer gemacht, daneben funktioniert er auch mit Firefox als Browser. Unter Opera & Co. sitzt der Anwender nach der Anmeldung vor einem leeren weißen Fenster. Aber auch mit Firefox läuft die Oberfläche noch nicht rund: Immer wieder arbeiten Anwendungen nur fehlerhaft, der Desktop reagiert anders als erwartet und die Geschwindigkeit lässt sehr zu wünschen übrig. Sofern schon das Login scheitert, kann der Firefox-Nutzer immerhin die speziell für den Mozilla-Browser eingerichtete Seite [2] verwenden.
Optisch lehnt sich der virtuelle Desktop stark an Windows Vista an (Abbildung 1), er spricht 27 verschiedene Sprachen und bietet derzeit rund 30 Anwendungen. Die Optik darf der Benutzer über eine Handvoll vorgegebener Themes und mit eigenen Desktop-Hintergründen begrenzt dem eigenen Geschmack anpassen. Bestehende Dateien lädt der Anwender entweder über den Browser oder bequemer via Webdav hoch – so exportiert er auch seine Daten.
Mit dem Cloud-Desktop lassen sich die Dokumente mit anderen Icloud-Nutzern austauschen und je nach Dateiformat sogar gemeinsam bearbeiten. Das Ganze würzt Xcerion mit etwas Social Networking: Über jeweils eigene Desktop-Anwendungen führen die User Chats via Google Talk, ICQ, MSN und AIM, gleichen Termine im Kalender ab, twittern oder pflegen ihr Profil auf Facebook.

Abbildung 1: Der Desktop von Icloud ist etwas unübersichtlich geraten. Die Textverarbeitung bietet zwar eine Rechtschreibkorrektur, kennt aber keine Seiten.
Rudimentär
Die von Icloud bereitgestellten Anwendungen bieten allesamt nur einen rudimentären Leistungsumfang. So kann Mail zwar mit mehreren Konten umgehen, Filter und ähnliche Komfortfunktionen glänzen jedoch durch Abwesenheit. Die Textverarbeitung Write importiert lediglich ältere Word-Dateien im Doc-Format, mit Open Document kann sie nichts anfangen. Mangels Fußnoten, Stilvorlagen und ähnlicher Standardfunktionen bleibt sie zudem ein besserer Texteditor. Der aktuell noch als Alphaversion vorliegende Internetbrowser soll das Surfen sicherer machen und die Anonymität wahren – schließlich surft der User mit der IP-Adresse der Cloud.
Mit den enthaltenen Entwicklungswerkzeugen klicken sich die Benutzer eigene Programme zusammen. Unter der Haube bestehen Icloud-Anwendungen aus simplen XML-Dateien, die ein Xcerion Internet Operating System (XIOS/3) getaufter Layer ausführt. Im Xcerion-Rechenzentrum liegen die Daten schließlich auf Servern mit Ubuntu Linux. Externe Dienste zapfen die Icloud per SOAP-Schnittstelle und Java an. Um die Anbindung von Smartphones und Multimedia-Playern zu fördern, hat die Firma eigens ein Icloud-Ready-Logo ins Leben gerufen. Ähnliches wie Icloud bietet zum Beispiel Glide [5], das auf Multimedia setzt und in der kostenlosen Variante seinen Nutzern 30 GByte Speicherplatz spendiert.
Einem solchen kommerziellen Dienstleister vertraut der Kunde die hochgeladenen Dateien allerdings blind an. Er erfährt in der Regel nicht, auf welchen Servern sie landen, ob sie dort überhaupt verschlüsselt liegen und was der Anbieter mit den Daten alles anstellt. Daher sollte der Kunde lieber zweimal darüber nachdenken, ob er sein Haushaltsbuch wirklich mit der in Icloud eingebauten Anwendung namens Geldverwalter führt.

Abbildung 2: Standardmäßig bringt der Eyeos-Desktop nur ein paar wenige, wenn auch solide und fließend laufende Anwendungen mit.
Open Source
Alternativ greift er zu einer Open-Source-Lösung wie Eyeos [6], das unter AGPL in Version 3 lizenziert ist. In diesem Fall muss der Anwender aber selbst für eine entsprechende Infrastruktur und Wartung sorgen. Das Unternehmen IBM hat in einer Testaufstellung gezeigt, wie das beispielsweise in einer Linux-Cloud auf seinem System Z funktioniert [7].
Häufig haben die freien Lösungen die Gestalt einer PHP-Anwendung, so auch Eyeos. Die Installation erfordert lediglich einen Webserver mit PHP 5 oder höher. Dort entpackt der Administrator das Eyeos-Archiv, steuert im Browser das erstellte Unterverzeichnis »installer« an und vergibt in der Maske ein Passwort für den Root-Account. Im Unterschied zu Icloud unterstützt Eyeos von Firefox über Chrome bis zu Opera alle gängigen Browsermodelle.
Der in freundlichem Blau gehaltene Arbeitsplatz lehnt sich leicht an Gnome an und wirkt angenehm aufgeräumt (Abbildung 2). Am oberen Rand verschaffen Menüs den Zugang zu den vorinstallierten Anwendungen. Diese ähneln dem Angebot der Konkurrenz: Office-Paket, Dateimanager, Kalender, Instant-Messenger und E-Mail-Client decken augenscheinlich alle wichtigen Grundfunktionen ab. Der Funktionsumfang hinkt allerdings auch hier wieder weit hinter dem von lokalen Anwendungen her. So kann das E-Mail-Programm lediglich elektronische Nachrichten von mehreren Konten abrufen und verschicken, Filter oder Attachments gibt es nicht.
Wer genau hinschaut, erkennt in der angeblichen Textverarbeitung den Web-basierten Tiny-MCE-Editor wieder, der hier immerhin auch Open-Document- und Word-Dateien verdaut. Das Microsoft-Format importiert im Hintergrund ein von Open Office geborgter Filter.
Fließendes Arbeiten
Im Gegensatz zu Icloud läuft die Eyeos-Oberfläche äußerst flott. Die Anwendungen reagieren prompt und lassen sich auf dem Desktop rasch hin und her schubsen. In den Systemeinstellungen darf der Benutzer unter anderem über so genannte Styles dem Desktop ein individuelles Äußeres verpassen oder die Menüstruktur ändern. Administratoren regeln per Access Control List, welche Anwender welche Funktionen in welchen Situationen nutzen dürfen.
Eigene Eyeos-Anwendungen programmiert man in PHP und Ajax. Ein englisches Entwicklerhandbuch im gut bestückten Wiki hilft bei den ersten Schritten. Fertige Software sammelt ein Apps-Verzeichnis im Web [8]. Dort stehen derzeit hauptsächlich kleinere Werkzeuge und Spiele bereit. Die Installation neuer Software ist simpel: Über den Dateimanager im Menü »Office« lädt der Administrator das kleine Anwendungspaket (ein gezipptes Tar-Archiv mit der Endung ».eyepackage«) vom lokalen Rechner in seinen Arbeitsbereich und spielt es dort per Mausklick ein. Auf diese Weise rüstet er auch Sprachenpakete und Styles nach.
Die Anbindung an soziale Netzwerke fällt im Vergleich zu Icloud mager aus, lediglich eine interne Anwendung namens Schwarzes Brett existiert. Entsprechende Funktionen muss man folglich über externe Anwendungen ergänzen.
Ähnlich zu Eyeos ist das noch in der Betaphase befindliche Cornelios [9]. Es bringt ein eigenes Contentmanagement-System mit und setzt auf eine Oberfläche im Stil von Windows 7 beziehungsweise Vista. Eine weitere Alternative bietet das erst kürzlich in einer ersten stabilen Version veröffentlichte Lucid [10], das aber im Test nach der Installation beharrlich die Anmeldung verwehrte.
Ein anderer Ansatz für den netzgestützten Desktop ist der Einsatz eines Terminalservers, wie ihn der Kasten “Alternative: X2go” beschreibt. Daneben möchte das freie Desktop-Projekt KDE eigene Wege gehen und eine Community-Cloud aufbauen (siehe Kasten “Vision: Owncloud”).
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Alternative: X2go |
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Eine Alternative zu den Web-Desktops bieten Terminalserver wie etwa X2go ([3], [4]). Dabei teilen sich mehrere Nutzer einen Rechner: Die X2go-Software läuft auf einem Server, den ein herkömmliches Debian oder Ubuntu Linux antreibt. Ein spezieller Client stellt die Verbindung her und überträgt die Bildschirmausgaben auf den Computer des Benutzers. In diesem Szenario stehen alle gewohnten Linux-Anwendungen zur Verfügung, wenn der Administrator sie auf dem Server installiert. Auf Wunsch verschwindet der X2go-Client im Hintergrund, sodass die Anwendungen des Servers wie lokal installierte wirken (Seamless Windows). Seine Sitzung kann der Benutzer jederzeit anhalten und später auf einem anderen Rechner an genau dieser Stelle fortführen. Darüber hinaus dürfen mehrere Anwender eine Sitzung gemeinsam nutzen, etwa zu Fernwartungs- oder Schulungszwecken. Neben dem üblichen Passwort stehen weitere Methoden zur Authentifizierung zur Verfügung, beispielsweise per USB-Stick oder Smartcards. Der Zugriff auf den X2go-Server erfordert stets die spezielle Clientsoftware. Die existiert zwar für die großen Plattformen Linux, Windows und Mac OS X, aus einem beliebigen Internetcafé lässt sich der Server jedoch nicht erreichen. Etwas mehr Unabhängigkeit verspricht das noch in der Entwicklung befindliche X2go-Plugin für den Firefox. Darüber hinaus muss der Anwender selbst für eine geeignete Infrastruktur sorgen. Dabei helfen der integrierte Load Balancer, der Anfragen von Clients auf mehrere X2go-Server verteilt, und die Möglichkeit, entfernte Dateisysteme via SSHFS einzubinden. Eine Cloud im engeren Sinn lässt sich darüber jedoch nicht aufbauen. Nach Informationen der Entwickler basteln allerdings einige Webhoster schon hinter verschlossenen Türen an entsprechenden X2go-Komplettpaketen. |
Schlanke Weggefährten
Netbooks dienen ihren Besitzern meist als mobile Surfstation. Mit ihrer schmalbrüstigen Hardware-Ausstattung bilden sie das ideale Einsatzgebiet für virtuelle Desktops. Folgerichtig erblickten voriges Jahr gleich mehrere speziell auf Netbooks zugeschnittene Lösungen das Licht der Welt, angeführt von Chromium OS (alias Chrome OS, [13]). Das Betriebssystem aus dem Hause Google besteht aus einem bis auf die Knochen abgemagerten Linux, das direkt einen Browser startet. Nach dem Willen des Suchmaschinenbetreibers sollen die Nutzer damit die hauseigenen Internetdienste nutzen. Diesen Weg verfolgt auch die Firma Good OS LLC mit ihrem Produkt namens Cloud [14].
Ganz so weit geht die freie Distribution Jolicloud derzeit noch nicht [15]. Sie basiert auf einem abgespeckten Ubuntu Netbook Remix, dem eine spezielle Oberfläche übergestülpt ist (Abbildung 4). Darauf sind Linux-Programme und Webanwendungen gleichwertig, die letzteren lassen sich folglich wie normale Anwendungen nutzen und installieren. Im Idealfall kann der Benutzer nicht mehr zwischen Webanwendung und lokaler Software unterscheiden.
Um die kleinen Netbook-Bildschirme optimal auszunutzen, starten Programme unter Jolicloud grundsätzlich im Vollbild. Die Titelleiste ist dabei eingespart und in die Taskleiste am oberen Rand integriert, dort findet der Anwender auch den Schließen-Knopf.
Nur wer sich bei Jolicloud registriert (derzeit kostenlos), erhält automatische Updates und Zugriff auf das distributionseigene Repository. Über das darin kredenzte Angebot wachen die Entwickler wie Apple über seinen App Store. Dafür installiert der Jolicloud-Abonnent Anwendungen mit nur einem Mausklick (1-Click-Installation). Mit seinem Konto darf der Anwender zudem seine Arbeitsumgebung auf andere Geräte übertragen und erfährt, welche Programme befreundete “Joliclouder” einsetzen. Natürlich darf er mit diesen Kollegen auch chatten. Jolicloud befindet sich derzeit in einer Pre-Beta-Phase, was sich beispielsweise in etwas zähen Reaktionszeiten widerspiegelt.
Eine Mischung aus Icloud und Eyeos für Netbooks möchte Xenon einmal werden [16]. Die PHP-Anwendung installiert der Nutzer auf einem geeigneten Server. Dort stellt sie einen für Netbooks optimierten virtuellen Desktop bereit – wenn die Software denn irgendwann einmal fertig werden sollte. Die zurzeit erhältliche Alpha 2 ist nicht mehr als ein Prototyp, der zudem einen HTML-5-fähigen Browser voraussetzt. Wer die Installation scheut, darf den aktuellen Entwicklungsstand in einer Testinstallation auf der Homepage bewundern (Abbildung 5). Ergänzend zur Serversoftware möchte das Projekt irgendwann eine abgespeckte Linux-Distribution anbieten, die wie Chromium OS einen Browser startet, der wiederum direkt die Xenon-Seiten aufruft.
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Vision: Owncloud |
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Statt mühsam eine komplett neue Desktopumgebung zu entwickeln, könnte man einfach die Dienste der Cloud zum bestehenden Desktop holen. Das dachten sich offenbar einige Mitglieder des KDE-Teams und riefen das Owncloud-Projekt ins Leben [11]. In seinem Rahmen soll in erster Linie eine quelloffene Serversoftware entstehen, mit der man eine eigene Cloud aufsetzen kann. Diese dient zunächst als robuster Datenspeicher, langfristig soll sie soziale Netzwerke und weitere, in den (KDE-)Desktop integrierte Dienste antreiben. Der Zugriff auf die gespeicherten Daten soll plattformübergreifend möglich sein, unter anderem auch mittels Mobiltelefon und einer Weboberfläche. Bestehende KDE-Anwendungen sollen darin über den Datenverwaltungsdienst Akonadi ihre Dokumente ablegen können. Ein eingebautes Versionskontrollsystem ermöglicht die Rückkehr zu älteren Dokumentversionen. Geplant sind auch kooperative Funktionen, etwa der Dateitausch unter Nutzern sowie die gemeinsame Arbeit an einem Dokument. Alle diese Funktionen lesen sich faszinierend, sind aber gegenwärtig hauptsächlich das Ergebnis eines Feature-Brainstorming. Bis zum Redaktionsschluss gab es erst eine rudimentäre Release . Sie erlaubt die Speicherung der Daten via Webdav-Protokoll und bietet eine Weboberfläche (siehe auch die News-Strecke dieses Magazins). Die übrigen Funktionen sollen laut der ambitionierten Roadmap [12] die Versionen 2 und 3 im Juni und November nachreichen. |

Abbildung 4: Jolicloud bietet eine aufgeräumte Oberfläche für Netbooks und führt sogar Windows-Anwendungen mittels Wine aus.

Abbildung 5: Der Audioplayer unter Xenon ist rudimentär und kann sich nicht mit den Konkurrenzprodukten messen.
Cloud-Fieber
Es herrscht Goldgräberstimmung, hastig stecken die Entwickler ihre Claims in Sachen Cloud-Desktop ab. Glänzende Nuggets stehen aber noch aus. Die Lösungen bieten bislang nicht mehr als einen Datenspeicher mit hübscher Oberfläche und die Anbindung an bestehende Internetdienste, die man genauso gut mit dem eigenen Browser ansteuern könnte. Das scheint auch den Betreibern bewusst: So bewirbt Xcerion seine Icloud primär als “einfachen Weg, um Inhalte bereitzustellen, zu teilen und zu verwalten”. Als Schaltzentrale für soziale Netzwerke eignet sich Icloud nur bedingt: Nur für eine Handvoll bekannter Dienste gibt es Anwendungen, die der Anwender zudem erst starten muss – da ist er mit dem lokal installierten Browser schneller.
Die vorgestellten Open-Source-Lösungen sind Rohdiamanten, die man als hübsche Contentmanagement-Systeme betrachten muss. Erst mit nachinstallierten Werkzeugen und individuell programmierten Anwendungen bilden sie eine interessante Lösung für das Intranet.
Am weitesten scheinen die Web-gestützten Betriebssysteme für Netbooks zu sein. Die Marktmacht Google gibt hier offenbar den Takt an. Jolicloud möchte eine Art freies I-Pad-Betriebssystem samt App Store sein, was auch schon recht gut gelingt. Die Bindung an ein Nutzerkonto ist allerdings recht dreist – möglicherweise möchten die Entwickler später mit der einen oder anderen Funktion etwas Geld verdienen.
Unausgereift
Zu häufig unter den Tisch fällt das Thema Sicherheit: Ein kompromittierter Browser in einem schmuddeligen Internetcafé könnte die Passwörter abfangen, wodurch der Anwender seinen kompletten Computer verliert. Jolicloud verteilt zahlreiche Informationen recht freizügig an befreundete Nutzer. Datenschützer dürften hier trotz der Privacy Policy bedenkliche Stirnfalten bekommen.
Einige Desktops laufen unerträglich langsam, die meisten tragen ein dickes Alpha- oder Beta-Etikett. Bis die virtuellen Desktops den herkömmlichen mobilen Arbeitsplatz ablösen können, ist es noch ein weiter Weg – und ob sie den lokalen jemals ersetzen, bleibt mindestens fraglich. Denn spätestens dann, wenn auf dem flachen Land die Internetverbindung über UMTS abreißt, wird sich der Benutzer sein gutes altes Notebook zurückwünschen. (mhu)
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Infos |
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[1] Icloud: [http://www.icloud.com] [2] Icloud-Startseite für Firefox: [http://os.icloud.com/ff.html] [3] X2go: [http://www.x2go.org] [4] Markus Feilner, “Der Sun-Blocker”: [https://www.linux-magazin.de/Heft-Abo/Ausgaben/2008/12/Der-Sun-Blocker] [5] Glide: [http://www.glideos.com] [6] Eyeos: [http://eyeos.org] [7] “Performance Test of Virtual Linux Desktop Cloud Services on System z”, IBM Redpaper: [http://www.redbooks.ibm.com/abstracts/redp4593.html] [8] Verzeichnis mit Eyeos-Anwendungen: [http://eyeos-apps.org] [9] Cornelios: [http://www.cornelios.org] [10] Lucid: [http://www.lucid-desktop.org] [11] Owncloud: [http://owncloud.org] [12] Owncloud-Roadmap: [http://owncloud.org/index.php/Roadmap] [13] Chromium OS: [http://www.chromium.org/chromium-os] [14] Cloud: [http://www.thinkgos.com/cloud/index.html] [15] Jolicloud: [http://www.jolicloud.com] [16] Xenon: [http://xenon.kevinghadyani.com] |






