Mandriva Linux steht in Version 2010.0 zum Download bereit. Mit einem Monat Verspätung hat der französische Distributor die aktuelle Version mit dem Codenamen Adelie freigegeben.
Die meisten Änderungen listet das Mandriva-Wiki auf. Zunächst fällt die neue Optik ins Auge: Mandriva nutzt nun Plymouth für den Bootsplash. Einige Hintergrundbilder wurden zudem im Rahmen eines Wettbewerbs erstellt. Die Distribution bootet deutlich schneller und integriert eine komplette Moblin-Umgebung. Damit lässt sich Mandriva 2010.0 gut auf Netbooks betreiben. Auch den Sugar-Desktop, der für das One-Laptop-Per-Child entwickelt wurde, hat Mandriva an Bord. Die Nutzer surfen mit dem Firefox 3.5 und verfassen Texte und Kalkulationen mit Open Office 3.1.1. Mandriva setzt auf die X.org-Version 7.5., dank DRI2 und UXA sollten nun die Grafikchips von Intel performanter laufen.
Als Desktops kommen KDE 4.3 und Gnome 2.28 zum Einsatz. KDE 4 kann nun Daten von KDE 3 übernehmen und weist eine bessere Integration des semantischen Desktops Nepomuk auf. Daraus resultiert unter anderem die Möglichkeit, Aktivitäten zu definieren. In KDE 4.3 stecken Amarok 2.2, Digikam 1.0 Beta 5 und Scrooge, welches das instabile Kmymoney2 ersetzt. Scrooge importiert dabei auf Wunsch die Daten von Kmymoney. Auch die Kooperation von Phonon und PulseAudio soll nun flüssiger klappen.
Auf der Gnome-Seite lassen sich nun auch Webcam-Sessions und Live-Streamings aufzeichnen. Tomboy-Notizen kann man mit dem Webdienst Snowy synchronisieren. Der Video Editor Pitivi erreicht Version 0.13.3, Empathy löst Pidgin ab und ermöglicht A/V-Chats.
Elisa heißt jetzt Moovida: Das Multimedia Center hat seinen Namen geändert und bringt eine “brandneue grafische Oberfläche” mit. Mit der Phoronix Test Suite benchmarken User ihr aufgesetztes System. Gastsysteme laufen am Besten in der von Mandriva unterstützten Virtual Box 3.0.8, die für ihre Gäste auch OpenGL 2.0 unterstützt. Die Windows-Laufzeitumgebung Wine 1.1.32 verbessert die Performance und den DirectX-10-Support. Die Entwickler haben zudem am Support für Bluetooth-Geräte gefeilt, der Power Manager unterstützt nun auch Laptops mit mehreren Batterien.
Mandriva lässt sich als DVD in einer 32-Bit- und einer 64-Bit-Variante herunterladen. Eine DualArch-CD enthält ein Minimalsystem zur Installation übers Netz, bei der ONE Edition handelt es sich um LiveCDs mit jeweils KDE und Gnome als Desktops. Deutsche Anwender holen sich dabei die lokalisierten Versionen von “gnome-europe-americas” oder “KDE4-europe1-americas“.
- Standarddesktop.
- Finanzverwaltung Skrooge.
- Plasmoiden.
- Nepomuks Dokumentenverwaltung.
- Moblin als neue Desktopumgebung in Mandriva.
- Gnome Splash-Screen.
- Suppport für Office 2007 in Open-Office.
- Effekte.
- Anwendungen organisieren mit Moblin.
- Brennen mit K3B.
- Anmeldung.
- Vorschau auf Gnome 3.
















