Nachdem ich nun einige Zeit lang das Beagleboard über eine serielle Verbindung und ein Terminalprogramm gesteuert habe, will ich endlich Maus und Tastatur anschließen, um das kleine Gerät mal ohne PC zu verwenden. Dazu ist ein USB-Hub nötig, denn das Board hat nur einen Mini-USB-Anschluss. Wer nun allerdings einfach einen solchen Hub mit dem Beagleboard verbindet und daran Maus und Tastatur ansteckt, wird wenig Freude haben, weil es die Geräte nicht findet.
Das liegt daran, dass der USB-Controller des Beagleboard im Host- wie auch im Slave-Modus arbeiten kann. Im Normalfall, wenn es zum Beispiel an einem PC angesteckt ist, befindet es sich im Slave-Modus, ähnlich wie die meisten USB-Peripheriegeräte. Für Keyboard- und Mausbetrieb muss es aber als Host fungieren. Das ist aber meines Wissens per Software nicht zu erreichen.
Man kann entweder zwei Pins am USB-Stecker kurzschließen oder ein leider sehr seltenes Kabel verwenden, um das Beagleboard mit dem Hub zu verbinden. Ein Kabel mit Mini-A- und Mini-B-Stecker versetzt das Board in den Master-Zustand, sodass ich Keyboard und Maus anschließen kann. Ich konnte es in München bei keinem Händler bekommen. Selbst Conrad hatte es nicht im Laden, sondern nur im Online-Shop.

Nun brauche ich auch eine externe 5V-Stromversorgung und das gleiche nochmal für dan USB-Hub – langsam wird die Sammlung an Zusatz-Hardware doch recht umfangreich.
Die Stromversorgung eingesteckt und das Board bootet. Angstrom findet Tastatur und Maus, und ich kann das Beagleboard zum ersten Mal wie einen richtigen Computer benutzen. Blöderweise fällt nun die Möglichkeit weg, wie in einem früheren Blog-Eintrag beschrieben, über USB-Networking ins Internet zu gehen. Es bleibt nur noch ein Ausweg. Noch einmal ins Portemonnaie zu greifen und die Hardware-Sammlung um ein USB-Ethernet-Device zu bereichern…







