Cloud-Speicher muss nicht aus dem Rechenzentrum eines US-Konzerns kommen. Ein winziger Einplatinencomputer genügt, um die Kontrolle über die eigenen Daten zurückzuholen. Doch wie viel Cloud steckt im Raspberry Pi?
Ein eigener Cloud-Server auf Basis eines Raspberry Pi kostet wenig, benötigt kaum Strom und erlaubt es, sensible Dateien aus der Hand großer US-Anbieter zu nehmen. Allerdings gibt es technische Grenzen: Die Leistungsfähigkeit eines Single-Board-Computers reicht für einen privaten oder semiprofessionellen Einsatz, ist aber für große Teams, aufwendige Büro-Workflows oder 24/7-Enterprise-Anforderungen nicht ausgelegt. Dennoch lässt sich mit der richtigen Software eine erstaunlich funktionsreiche Cloud-Umgebung realisieren.
Ein Raspberry Pi ist dank geringer Anschaffungskosten und minimalem Stromverbrauch attraktiv. Aktuelle Modelle kosten deutlich unter 100 Euro und lassen sich mit USB-Laufwerken und microSD-Karten flexibel erweitern. Aufgrund der hohen Energieeffizienz verbraucht ein Pi selbst im Dauerbetrieb kaum mehr als eine LED-Lampe – ein wichtiger Aspekt für ein umweltfreundliches Homeoffice. Viele Anwender nutzen den Minicomputer bereits als Web- oder Mail-Server, als Netzwerk-Attached-Storage (NAS) oder als Messstation. Für eine private Cloud genutzt, erweitert er dieses Spektrum. Bei Bedarf stellt ein statischer IP- oder DynDNS-Dienst sicher, dass man auch im Zug bequem auf die eigene Wolke zugreifen kann.
Dennoch gilt: Die Hardwaregrenzen sind eng gesteckt. Der Raspberry Pi ist für eine leistungsintensive Nutzung nur bedingt geeignet und empfiehlt sich eher für kleine private Clouds, Freiberufler oder Projektteams. Bei Videokonferenzen, großen Datenbeständen oder vielen gleichzeitigen Nutzern sollte man entweder auf stärkere ARM- oder x86ha...
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