Obwohl ein herkömmlicher PC und ein RasPi viele Gemeinsamkeiten aufweisen, fehlt dem Minirechner UEFI-Boot. Doch das lässt sich ändern.
Als der Raspberry Pi vor 13 Jahren an den Start ging, war er als preiswerter und kleiner Computer für Bildungszwecke gedacht. Für weniger als 30 Euro konnte man sich den Kleinstrechner nach Hause holen und IT von Grund auf lernen. Schnell gab es viele Projekte, die ihn für alle möglichen Zwecke einsetzten.
Dank der lizenzierbaren hardwareunterstützten Beschleunigung verrichtet er nicht selten als flotter Medienserver seine Dienste. Inzwischen gibt es unzählige Anwendungsfälle für den kleinen ARM-Rechner. Die Hardwareressourcen entsprechen heute einem Vielfachen der Anfangsmodelle. Eines hat sich in all den Jahren jedoch nicht geändert: die ersten Phasen des Bootprozesses.
Der Raspberry Pi startet grob skizziert ähnlich wie ein handelsüblicher PC. Nach dem Einschalten übernimmt die Firmware der Hauptplatine. Sie lässt sich über BIOS- beziehungsweise UEFI-Einstellungen bedingt steuern. Die Firmware übergibt anschließend an den Bootloader, im Linux-Umfeld üblicherweise Grub2, den Nachfolger des Grand Unified Bootloaders (Grub). Entweder über Benutzereingaben oder per Konfiguration findet er den Betriebssystemkern und andere notwendige Elemente wie die Initial RAM Disk (Initrd) oder die Kernel-Konfiguration. Danach geht das Kommando an das Betriebssystem über.
Beim RasPi verhält sich das ähnlich und doch etwas anders. Zunächst lässt sich die Firmware des Einplatinenrechners im Normalfall weder einsehen noch verändern. Allerdings finden sich manche Firmwares im Github-Verzeichnis des Raspberry-Pi-Projekts [1]. Einige wenige neuere Modelle erlauben das Neuprogrammieren des entsprechenden EEPROMs [2] – dazu später mehr. Die quasi f...
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