Conceptual ist eine Domain Specific Language (DSL), mit der sich Netzwerke auf Performance und korrekte Funktion testen lassen. Die jetzt erschienene Version 1.0 erlaubt es erstmals, Programme auf einer grafischen Oberfläche zusammenzubauen.
Die Conceptual-Entwickler bezeichnen ihre Sprache als “ausführbaren Pseudocode” und halten nützliche Sprachprimitive für Netzwerkprogrammierung bereit. Dadurch möchten Sie Programme ermöglichen, die kürzer und einfacher zu schreiben sind als etwa in C. Der Conceptual-Compiler erstellt Unix-Executables und kann dafür verschiedene Backends verwenden, beispielsweise C mit Message Passing Interface (MPI) oder C mit Unix-Domain Datagram Sockets. Conceptual-Programme zeichnen große Mengen von Systeminformationen auf und können auch Diagramme generieren.
Version 1.0 bringt erstmals ein in Java umgesetztes GUI-Programm mit, mit dem der Anwender Programme grafisch erstellen kann. Die Projekt-Website stellt die GUI zum Ausprobieren als Browser-Applet und Java-Webstart-Anwendung zur Verfügung. Daneben steht nun ein Conceptual-Plugin für die Entwicklungsumgebung Eclipse zur Verfügung, mit dem sie Netzwerktests schreiben und ausführen lassen.
Conceptual wurde entwickelt von Los Alamos National Security, einer Einrichtung, dem US-amerikanischen Energieministerium untersteht. Die Software ist unter BSD-Lizenz (revidierte Fassung) verfügbar. Auf der Sourceforge-Seite des Projekts stehen Conceptual, das Java-GUI und das Eclipse-Plugin in Quelltext- und Binärformen zum Download bereit.




