Ubuntu 22.04 LTS alias Jammy Jellyfish ist da

Canonical hat mit Ubuntu 22.04 Jammy Jellyfish sein nächstes Long-Term-Support-Release veröffentlicht.

Canonical hat mit Ubuntu 22.04 Jammy Jellyfish sein nächstes Long-Term-Support-Release mit Support bis 2027 veröffentlicht. Die Distribution bringt viel Neues mit, dazu trägt optisch schon Gnome 42 bei.

Die Basis bildet zudem der Linux-Kernel 5.15 LTS. Die neue Version bringt Rust für speichersichere Programmierung auf Systemebene mit. Die Umstellung auf OpenSSL v3 soll mit neuen kryptographischen Algorithmen für erhöhte Sicherheit sorgen. Als erste Ubuntu-Ausgabe soll die 22.04 LTS auch auf dem Raspberry Pi 4 mit 2 GByte problemlos laufen.

In Ubuntu seien die Nvidia Virtual GPU (vGPU) Softwaretreiber verfügbar. Data Scientists sollen so die Nvidia vGPU Software 14.0 nativ installieren können und von leistungsfähigen GPU-Ressourcen auf mehreren virtuellen Maschinen gleichzeitig profitieren, lässt Canonical wissen. Dies ermögliche die Parallelisierung und Isolierung anspruchsvoller KI/ML-Workloads.

Ubuntu 22.04 LTS lässt sich mit zehn verschiedene Akzentfarben anpassen, die sowohl auf die dunkle als auch auf die helle Variante des Yaru-Theme angewendet werden können. Das Dock lässt sich nun in der Größe anpassen und ist im Floating-Modus auch frei platzierbar. Der einstellbare Hide-Modus versteckt die Leiste dann ganz. Ubuntu 22.04 bietet nun die Möglichkeit, Animationen in den Einstellungen abzuschalten. Im Software-Center sind die Icons nun größer. Snaps bekommen nach wie vor den Vorzug gegenüber DEB-Paketen.

Gnome 42 bringt auch ein neues Screenshot-Tool mit, das sich auch zur Aufnahme von Screencasts eignet. Wayland ist der Standard als Display-Server. Allerdings gilt das nur, wenn keine Nvidia-Grafikkarten zum Einsatz kommen, mit denen es zu Problemen kommen kann. Wer mit zwei Bildschirmen arbeitet, kann sie nun verbinden, spiegeln oder nur einen der beiden verwenden.

Im Ubuntu Server klettert der Containerd auf die Version 1.5.9, Qemu kommt in Version 6.2.0. Der Container-Dienst LXD macht einen großen Sprung auf die Version 5.0, die einige Neuerungen umfasst. So unterstützen virtuelle Maschinen vTPM und PCI-Passthrough, virtuelle Netzwerke erstmals OVN. Obendrauf gibt es PHP 8.1.2 und OpenStack Yoga.

Nftables dient standardmäßig als Backend für die Firewall. Die Ubuntu-Entwickler weisen darauf hin, dass unter Umständen Docker nicht mit diesem Backend zusammenarbeitet. Auf ARM64-Systemen lassen sich über das Tool „ubuntu-drivers“ die proprietären NVIDIA-Treiber installieren. Der Kernel ist zudem so konfiguriert, dass sich NFS-Freigaben nicht mehr via UDP mounten lassen.

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