In den letzten Wochen erschienen mit OpenSuse 15.2 und Linux Mint 20 gleich zwei Upgrades bekannter Distributionen. Die erste Seite der DELUG-DVD enthält eine bootfähige Version von OpenSuse Leap 15.2, die andere Seite ein ISO von Linux Mint 20 mit Cinnamon-Desktop.
Neben dem Linux-Magazin ohne Datenträger gibt es die DELUG-Ausgabe mit Monats-DVD, bei der die Redaktion den Datenträger nach einem speziellen Konzept zusammenstellt: In einer Art modularem System enthält er Programme und Tools, die die jeweilige Magazin-Ausgabe testet und bespricht. Zudem gibt es nicht im Heft abgehandelte Software, die die Redaktion besonders empfiehlt, alles gebündelt unter einer HTML-Oberfläche.
Seite A: OpenSuse Leap 15.2
Von Seite A der DELUG-DVD startet ein Assistent, der das aktuelle OpenSuse Leap 15.2 (Abbildung 1) installiert. Die Distribution basiert auf Suse Linux Enterprise 15 Service Pack 2 und richtet sich an Anwender, die ein stabiles System benötigen. Die Version 15.2 unterstützt aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz erstmals die Frameworks Tensorflow, PyTorch und ONNX. Für die Datenvisualisierung stehen Grafana und Prometheus parat. Als Container-Verwaltung lässt sich neuerdings auch das Container Runtime Interface (CRI-O) heranziehen.

Abbildung 1: OpenSuse-Leap-Nutzer haben die Wahl zwischen den Desktop-Umgebungen Gnome 3.34, XFCE 4.14 und dem hier gezeigten KDE Plasma 5.18 LTS.
Distributionen satt
Wer die Silberscheibe wendet und per Webbrowser darauf zugreift, landet in einem HTML-Menü mit zahlreichen weiteren Inhalten. Ins Auge fällt zunächst Linux Mint 20 mit Cinnamon-Desktop, das ab sofort auf Ubuntu 20.04 LTS basiert. Im Gegensatz zu Ubuntu unterstützt Mint allerdings das Snap-Format nicht mehr.
Ebenfalls an Bord der DELUG-DVD befindet sich das aktuelle Rancher OS. Die extrem schlanke Distribution ist auf den Betrieb von Docker-Containern zugeschnitten. Obendrauf liefert die DELUG-DVD noch KDE Neon in der User Edition aus. Über die Distribution probieren Anwender Plasma 5.19 ohne Installation aus.
E-Book und Pi-hole
Des Weiteren wartet das “Debian Administrator’s Handbook” (Abbildung 2) auf Interessenten. Das gar nicht mal so handliche Handbuch beschreibt auf über 500 Seiten die Installation und Konfiguration von Debian 10 alias “Buster”.

Abbildung 2: Einen Schwerpunkt im “Debian Administrator’s Handbook” bilden die Einrichtung des Netzwerks und die Konfiguration entsprechender Dienste.
Daneben offeriert die DVD einen Docker-Container mit vorinstalliertem Pi-hole. Diese Software läuft häufig auf einem Raspberry Pi, der im lokalen Netzwerk hängt und den durchfließenden Internet-Verkehr kontrolliert. Dabei blockiert Pi-hole per DNS-Filter automatisch den Zugriff auf Werbung für die anderen Geräte im Netzwerk.
Für Javascript-Programmierer steht schließlich noch die Laufzeitumgebung Deno bereit. Sie führt in Javascript oder Typescript verfassten Code auf der Kommandozeile aus und erlaubt so vor allem die schnelle Entwicklung von Server-Diensten. Dazu passend gibt es noch die Router-Bibliothek Reno. Wem das alles nicht genügt, der unterdrückt mit Cadmus störende Hintergrundgeräusche in Video- und Telefonkonferenzen oder vertieft sich in Software zu weiteren Artikeln dieses Hefts. (kki)





