Aus Linux-Magazin 07/2020

In eigener Sache: DELUG-DVD

© Computec Media GmbH

Von Seite A der DVD bootet diesen Monat das aktuelle Fedora 32 in der Workstation-Ausgabe. Seite B bietet neben neun Videos von der FOSS Backstage 2020, ein E-Book über Wayland, Neo4j und einiges mehr.

Neben einem normalen Linux-Magazin ohne Datenträger gibt es die DELUG-Ausgabe mit Monats-DVD, bei der die Redaktion den Datenträger nach einem speziellen Konzept zusammenstellt: In einer Art modularem System enthält er Programme und Tools, die die jeweilige Magazin-Ausgabe testet und bespricht. Zudem gibt es nicht im Heft abgehandelte Software, die die Redaktion besonders empfiehlt, alles gebündelt unter einer HTML-Oberfläche.

Seite A: Fedora 32 Workstation

Wer seinen Rechner von der Seite A der DELUG-DVD bootet, landet im Live-System der Workstation-Edition von Fedora 32 (Abbildung 1). Die für den Desktop-Betrieb ausgelegte 64-Bit-Distribution bringt gegenüber der Vorversion frische Software-Pakete mit und aktiviert den Dienst EarlyOOM. Der beendet bei knappem Hauptspeicher automatisch besonders speicherhungrige Prozesse. Mit an Bord hat Fedora 32 unter anderem den Linux-Kernel 5.6, GCC 10, Ruby 2.7 und Python 3.8.

Abbildung 1: Fedora 32 Workstation nutzt die Desktop-Umgebung Gnome 3.36, die unter anderem einen überarbeiteten Sperrbildschirm im Gepäck hat.

Abbildung 1: Fedora 32 Workstation nutzt die Desktop-Umgebung Gnome 3.36, die unter anderem einen überarbeiteten Sperrbildschirm im Gepäck hat.

Neun Videos

Wer die Silberscheibe umdreht und mit dem Browser darauf zugreift, landet in einem HTML-Menü, das zahlreiche weitere Inhalte anbietet. Gleich als Erstes stechen die Vorträge von der FOSS Backstage 2020 heraus. Die Konferenz behandelte Anfang März einige nichttechnische Aspekte von Open-Source-Software. Unter anderem zeigte Maximilian Michels, wie sich eine starke Community aufbauen lässt. Die Anleitung von Bertrand Delacrétaz überzeugt Manager (und das eigene Gehirn) vom Open-Source-Einsatz. Von diesen beiden und sieben weiteren Themen rund um FOSS handeln die Videos auf der DVD.

E-Book und viel Java

Darüber hinaus stieß die Redaktion auf das freie E-Book “The Wayland Protocol”, das nun auf der DVD auf den Leser wartet. Darin erklärt Autor Drew DeVault den internen Aufbau und das zugrundeliegende Protokoll des Display-Servers Wayland. Das schließt auch eine Beschreibung der Bibliothek Libwayland ein.

Verwandtschaftsverhältnisse, direkt erreichbare Bahnhöfe und viele weitere Beziehungen zwischen Objekten bilden Graphen besonders gut ab. Die Graph-Datenbank Neo4j (Abbildung 2) speichert solche Gebilde nicht nur effizient, sondern bietet auch eine maßgeschneiderte Abfragesprache. Auf der DVD wartet die quelloffene Community-Variante der Version 4.0.4, die Admins wahlweise über ein Binärpaket oder einen Docker-Container in Betrieb nehmen.

Abbildung 2: Die Graph-Datenbank Neo4j lässt sich über ein mitgeliefertes Web-Interface bedienen.

Abbildung 2: Die Graph-Datenbank Neo4j lässt sich über ein mitgeliefertes Web-Interface bedienen.

Eine besonders flotte und funktionsreiche Java-Laufzeit- und Entwicklungsumgebung stellt die GraalVM bereit. Auf Wunsch lassen sich damit sogar native Images bauen. Wer die GraalVM testen möchte, findet sie auf der DVD. Ein Artikel im Heft liefert Hintergrundinformationen.

Wem diese DVD-Inhalte noch nicht genügen, der setzt sich mit dem Code der Lernumgebungen Moodle, Sakai und Canvas LMS auseinander, testet die Werkzeuge aus den Tooltipps oder vertieft sich in Software zu weiteren Artikeln dieses Hefts. (kki)

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