Nach der Kritik an der schlechten Performance der Spectre-v2-Patches hat Greg Kroah-Hartman diese für die stabilen Kernelversionen 4.19.4 und 4.14.83 entfernt. Auch für den Vorab-Kernel 4.20 gibt es Neuigkeiten zu STIBP.
Konkret ging es um die Single Thread Indirect Branch Predictor Patches (STIBP), die für starke Performance-Einbrüche gesorgt haben. Sie sollen künftig nicht mehr standardmäßig aktiviert sein. Der entsprechende Commit für den stabilen Kernel 4.19.4 ist hier zu finden, der für 4.14.83 hier.
Passend dazu hat Linus Torvalds in seiner Release-Mitteilung für den Vorab-Kernel 4.20-rc4 über den aktuellen Stand der Dinge berichtet. Demnach arbeiten die Entwickler weiterhin an den STIBP-Patches, sie seien daher noch nicht in den Kernel integriert. Die Diskussion über diese Patches sei noch im Gange, die Entwickler betreiben Feintuning dafür.
Davon unabhängig gab Torvalds bekannt, dass nun ein automatisches System die Kernelentwickler informiert, wenn ihre Pull Requests akzeptiert sind. Allerdings funktioniere die Automatisierung nur für solche Requests, die zugleich eine von “lore.kernel.org” getrackten Kernel-Mailinglisten auf CC setzen, etwa LKML und deren Mailadressen “linux-*” matchen.



