Beschluss: München wechselt von Linux zu Windows

Die Koalition aus Grünen und SPD im Münchner Stadtrat hat ihren Koalitionsvertrag verabschiedet. Dort wird unter anderem der Einsatz von mehr freier Software festgeschrieben.

Der Münchner Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung mit der Mehrheit von SPD und CSU die Rückkehr zu Windows beschlossen. Der Umzug soll bis 2020 erfolgen.

Dass der Abschied von Linux erfolgt, war angesichts der Mehrheit von CSU und SPD eine klare Sache. Oberbürgermeister Dieter Reiter hatte sich schon früh für einen Umstieg breit gemacht, sein CSU-Amtskollege Josef Schmid ebenfalls.

Nun ist die Sache amtlich, der Stadtrat hat mit der Stimmenmehrheit von CSU und SPD eine entsprechenden Beschlussvorlage zugestimmt. München will bis 2020 einheitliche Clients mit Windows auf den rund 29.000 Rechnern der Stadt entwickeln. Außerdem will die Stadt zudem ihre gesamte IT umstrukturieren. Es gibt dann einen verantwortlichen Referenten und die in drei einzelnen Bereichen aufgeteilte IT-Verwaltung soll in GmbHs ausgelagert werden. Eine Kostenschätzung zum Umstieg hat die Stadt ebenfalls veröffentlicht.

Die Oppositionsparteien wie Grüne, Linke, Piraten und ÖDP hatten sich in der Sitzung mit unterschiedlichen Argumenten gegen die völlige Abkehr vom Prestigeprojekt Limux vergebens gewehrt.

Schon in den vorangegangenen Sitzungen hatten die Piraten in Person von Thomas Ranft betont, dass die vorhandenen IT-Probleme struktureller Natur seien und nicht dem Linux-System zuzuordnen. Auch Florian Roth (Grüne/Rosa Liste) beklagt strukturelle Probleme und nicht vorrangig solche mit Linux, die Mitarbeiter-Umfrage habe ergeben, dass 68,6 Prozent mit der Funktionalität der Software zufrieden seien.

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