Der KDE-Entwickler Sebastian Kügler gibt eine inoffizielle Vorschau auf die Features der Version 4.1.
Portierungen für Opensolaris, Windows und Apple stehen auf dem Plan. Um Apple drehen sich weitere KDE-Baustellen: Plasma soll in Version 4.1 die Dashboard-Widgets von Apple unterstützen. Die HTML-Render-Bibliothek Webkit soll in Plasma integriert werden, die Apple erst Ende 2007 für KDE geöffnet hat (Linux-Magazin Online berichtete).
Die Plasma-Umgebung soll ab KDE 4.1 die Möglichkeit mitbringen, Widgets einfach über eine Zeichenfläche zu entwerfen. Erweiterungen für Plasma sollen als Pakete erhältlich sein. Plasma ist die bei KDE seit 4.0 neue Art, den Desktop darzustellen: “A new way to desktop. Yes, it’s now a verb”, witzelt die KDE-Projektseite über ihren eigenen Enthusiasmus. Neben den Portierungen und Plasma-Verbesserungen werden Qt 4.4 auf jeden Fall und Koffice 2.0 wahrscheinlich ebenfalls zu den bedeutenden Neuerungen gehören.
Gearbeitet wird außerdem an Decibel, ein Framework für Echtzeitkommunikation wie VoIP oder rechnergesteuerte Telefonie (CTI, Computer Telephony Integration). Der noch instabile Videospieler Dragonplayer stehe auf der To-do-Liste. Auch der Instant-Messenger Kopete soll poliert werden. Weiterhin liegt unterm Messer die Entwicklungsumgebung Kdevelop. Dass die neue Arkonadi-Architektur des Personal-Information-Managers von KDE zur Version 4.1 fertig sein soll, war bereits bei Erscheinen der dritten Beta klar (wir berichteten).
KDE-Entwickler Sebastian Kügler gibt für diese Preview in seinem persönlichen Blog aber keine Garantie. “Es sieht im Moment so aus, als würden all diese Sachen es in 4.1 schaffen, einige sind sogar schon fertig”, schreibt er.. “Beschwert euch aber nicht, wenn es doch nichts wird.”
Kügler ist 2006 auf der Dubliner KDE-Akademie in den fünfköpfigen Vorstand des KDE e.V. gewählt worden. Vorsitzender des Vereins ist Aaron J. Seigo. Kügler arbeitet bei der Desktop-Umgebung in den Projekten Guidance und Kubuntu-Powermanager mit.



