Red Hat verkauft Linux-Software as a Service

Der amerikanische Linux-Distributor Red Hat startet die Vermarktung seiner Unternehmensplattform gemeinsam mit Amazon als Software-Service im öffentlichen Betatest.

Vor zwei Wochen hatte das Unternehmen seine Kooperation mit dem Internet-Händler Amazon angekündigt, nun können Anwender den neuen Web-Service des Unternehmens in Augenschein nehmen. Unter dem sperrigen Namen “Red hat Enterprise Linux on Amazon Elastic Compute Cloud (Amazon EC2)” wollen die Partner gemeinsam Rechner und Software als Dienstleistung zur Miete anbieten. Der Begriff der “elastischen Computerwolke” soll hierbei die Skalierbarkeit und Flexibilität verdeutlichen. Je nach Bedarf sollen Unternehmen Rechenleistung kaufen und nur für das bezahlen, was an Leistung tatsächlich abgerufen wird.

Für 19 US-Dollar Monatsgebühr können sich Interessierte auf der Unternehmenswebseite zum öffentlichen Betatest anmelden. Dies ist die Grundgebühr für einen Zugang und beinhaltet das Betriebssystem Red Hat Enterprise Linux (RHEL) samt Infrastruktursoftware von Red Hat und Amazon, inklusive Support. Alle weiteren Serverdienste können ab Anmeldezeitpunkt hinzugebucht werden und kosten, je nach Leistung, zwischen 21 und 94 US-Cent je Stunde. Hinzu kommen Gebühren für Bandbreite oder Speicherplatz, die auf Gigabyte-Basis abgerechnet werden. Red Hat will hier sämtliche Anwendungen anbieten, die für RHEL zertifiziert sind, ebenso sollen sämtliche Jboss-Anwendungen verfügbar sein. Vorerst gibt es die neue Dienstleistung nur bei Amazon in Nordamerika; Red Hats Deutschland-Chef Werner Knoblich rechnet jedoch damit, dass ein ähnliches Angebot bald auch in Europa verfügbar sein wird.

Die Marktforscher von Gartner sehen das Angebot als zukunftsträchtigen Trend und prophezeien in der Folge sinkende Preise für Software (Linux-Magazin Online berichtete).

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