In der Linux Kernel Mailing List vermeldet Thomas Gleixner, dass er die ACPI-Probleme bei Suspend und Resume gelöst habe. Linus Torvalds lobte ihn dafür, hat aber auch seine Bedenken.
“Es hat mich lange Zeit gekostet, den Problemen, die mit den Einschränkungen bei Supend und Resume auf Vaio-Laptops – und bestimmt auch vielen anderen Maschinen – zusammenhängen, auf den Grund zu gehen. Es sind die ‘dyntick / clockevents patches'”, erklärt Thomas Gleixner. Er bezieht sich dabei auf zwei Patches, die Suspend-Fehler beheben sollen, die Andrew Morton auf seinem Vaio-Notebook festgestellt hat.
Als erster Entwickler meldet sich Linus Torvalds zu Wort. Dieser lobt zwar die Patches – “Ok, die Patches sehen so weit ganz gut aus” – setzt jedoch im gleichen Satz zu Kritik an: “Aber ich habe das Gefühl, dass du bei der Warum-Frage zu schnell aufgegeben hast.” Torvalds beantwortet die soeben gestellte Frage auch gleich selbst: “Ich vermute, die Antwort lautet ganz einfach, weil ACPI verkorkst ist.” Torvalds mutmaßt, dass die Patches das Problem nicht wirklich lösen, sondern nur umgehen: “Weil wir nicht die wirklichen Hintergründe für das Problem kennen, kann ich nicht mit Gewissheit sagen, dass es gelöst ist.”
Torvalds vermutet weiter, dass der Kernel alle Vorbereitungen für den Suspend-Mode getroffen und ACPI die entsprechenden Schritte eingeleitet hat. Aber die “dumme Firmware” würde keinerlei weitere Aufrufe zum Erreichen des “low-power”-Zustands erwarten. An dieser Stelle liegen seiner Meinung nach die Probleme. Dennoch will er die Patches schnellstmöglich anwenden, auch wenn er sich nach eigenem Bekunden besser fühlen würde, wenn das “Warum” verstanden und gelöst wäre.



