Neue Plattform: Wer sagt was im Bundestag?

Die neue Plattform OffenesParlament.de soll mehr Transparenz in die Politik bringen. Sie ermöglicht es, die Plenarprotokolle der letzten und künftiger Wahlperioden aus dem Bundestag zu durchsuchen.

OffenesParlament.de entspringt einer Kooperation der Datenschule der Open Knowledge Foundation (OKFN) sowie Abgeordnetenwatch.de. Den Zweck der Übung bringt Boris Hekele auf den Punkt, der Vorstand und Geschäftsführer von Abgeordnetenwatch: “Der Bundestag kommt zwar seiner Veröffentlichungspflicht der Plenarprotokolle in Form von endlosen PDFs nach, für uns von abgeordnetenwatch.de ist dies aber kaum ein ‘ausreichend'”.

Tatsächlich ist das Durchsuchen der Protokolle recht beschwerlich. Die Plattform macht daher zunächst 245 Plenarprotokolle der 18. Wahlperiode verfügbar, weitere Protokolle der aktuellen Wahlperiode sollen folgen, erklärte Hekele gegenüber dem Linux-Magazin. Die Daten liegen unter anderem im Json- und CSV-Format vor. Werkzeuge zur Auswertung stellt die Datenschule auf Github bereit. Man arbeite weiter “an der Aufbereitung und Durchsuchbarkeit” der Daten.

Die Anbieter der Plattform haben beispielhaft nicht nur eine grobe Themenübersicht aufbereitet, sondern präsentieren auch einige der in den letzten Jahren verhandelten Themen als Beispiele dafür, welche Möglichkeiten es gibt, die Daten aufzubereiten. Auch die häufigsten Sprecher und Sprecherinnen lassen sich auf Basis der Daten herausfinden. Künftig soll laut Hekele auch Abgeordnetenwatch.de die Daten mit den Profilen von Politikern kombinieren.

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