ReFS for Linux erlaubt Schreibzugriff

Der Software-Entwickler Paragon hat eine neue Version seines Linux-Treibers für das ReFS-Dateisystem veröffentlicht. Damit kann Linux erstmals schreibend auf ReFS-Volumes zugreifen. Es gibt allerdings ein paar Einschränkungen.

Das Resilient File System (kurz ReFS) stammt von Microsoft. Ursprünglich mit Windows Server 2012 eingeführt, können es auch Anwender von Windows ab Version 8.1 alternativ zu NTFS wählen. In der Praxis kommt es vor allem auf Storage-Servern zum Einsatz.

Für Linux existiert derzeit kein passender Open-Source-Treiber für ReFS. In die Bresche springt Paragon. Dessen jetzt aktualisierter Treiber ReFS for Linux untersteht zwar einer proprietären Lizenz, Anwender dürfen ihn aber kostenfrei einsetzen.

Die neue Version des ReFS-Treibers kann erstmals auch schreibend auf entsprechende Volumes zugreifen. Er unterstützt allerdings lediglich ReFS in Version 1.x – Windows Server 2016 nutzt bereits ReFS in der Version 3.x.

ReFS for Linux setzt einen Kernel zwischen Version 2.6.36 und 4.10.x voraus. Des Weiteren muss mindestens GCC 4.9 installiert sein. Der Treiber läuft nur auf x86-Systemen (wahlweise 32- oder 64-Bit), unterstützt aber immerhin SMP-Kernel. Die neue Treiber-Version lässt sich jetzt auch parallel zu Pragons anderen Dateisystemtreibern für NTFS und HFS+ installieren. Weitere Informationen liefert die offizielle Ankündigung.

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