Die neue Version der Distribution Zorin OS kommt Umsteigern von Windows weiter entgegen, verbessert die Verbindung zu Smartphones via Zorin Connect, optimiert leicht die Touchscreen-Bedienung und tauscht den Standard-Browser aus.
Letzteres dürfte die größte sichtbare Neuerung in Zorin OS sein: Anstelle von Firefox nutzt die Distribution jetzt standardmäßig Brave. Ausschlaggebend für den Wechsel waren Mozillas Anpassungen an der Datenschutzerklärung. Aus Sicht der Zorin-OS-Entwickler schützt sie nicht mehr in vollem Umfang die Privatsphäre der Nutzer. Als Konsequenz ging das Team auf die Suche nach einem Ersatz und wurde schließlich in Brave fündig. Der Browser basiert auf Chromium, ist aber explizit für das anonyme Surfen im Internet ausgelegt. So bringt er etwa AdBlocker mit, nimmt keine Third Party Cookies an und erlaubt anonyme Internetverbindungen über das Tor-Netzwerk.
Das Zorin-OS-Team hat die Einstellungen von Brave noch etwas angepasst. Welche Stellschrauben wie verändert wurden, verrät die Ankündigung von Zorin OS 17.3 allerdings nicht. Auf bestehenden Zorin-OS-Installationen bleibt Firefox zudem weiterhin der Standard-Browser. Nur wer die Distribution neu installiert, surft automatisch mit Brave. Möchte man dennoch von Firefox auf Brave umsteigen, so muss man den Browser lediglich über die Softwareverwaltung einspielen.

Zorin OS nutzt jetzt standardmäßig den Browser Brave.
Im Oktober endet der Support für Windows 10, viele Rechner sind obendrein nicht Windows 11 tauglich. Die betroffenen Besitzer solcher PCs möchte das ZorinOS-Team für seine Distribution gewinnen. Dazu haben sie Ihren Mechanismus für Windows-Programme aufgebohrt: Startet man unter Zorin OS ein Windows-Installationsprogramm, erkennt das System dies und schlägt eine alternative Linux-Anwendung vor. Die dabei konsultierte Datenbank kennt jetzt in Zorin OS 17.3 über 150 Windows-Apps.
Auf Geräten mit Touchscreens lässt sich die virtuelle Tastatur bei Bedarf über ein Symbol im Panel aufklappen. Sie erscheint dann nicht mehr automatisch, wenn man ein Eingabefeld antippt. Diese Funktion muss man allerdings explizit in den Einstellungen anknipsen.
Weitere Arbeit floss in Zorin Connect. Dieses Feature und die dazugehörige Android-App erlauben unter anderem eine Fernsteuerung des Desktops über das Smartphone. Der App haben die Zorin-OS-Entwickler zunächst eine generalüberholte Benutzeroberfläche verpasst, die sich ab sofort am Design des Smartphones orientiert. Die Fernsteuerung bietet eine neue Gyroscope-Maus-Funktion. Dabei steuert man den Mauszeiger auf dem Desktop durch Bewegungen des kompletten Smartphones. Abschließend offeriert Zorin Connect zahlreiche kleine Verbesserungen. Unter anderem kann man Web-Links auch mit ausgeschalteten Rechnern teilen. Diese öffnen den Link dann, sobald sie wieder online sind.






