Wikimedia veabschiedet sich von Bugzilla

Mit Phabricator wechselt Wikimedia von Bugzilla auf ein neues, aber bereits in Firmen und Projekten erprobtes Helpdesk-System.

Insgesamt 73.681 Bugzilla-Einträge habe man seit September auf Phabricator migriert, heißt es in der offiziellen Ankündigung der neuen Collaboration-Plattform. Diese kann neben einem Bugtracker auch Versionsverwaltungen für Software integrieren, darunter Git, Mercurial und Subversion. Wikimedia betreibe darüber zudem Projektmanagement, wolle neue Features entwerfen und zukünftig auch Code Reviews vornehmen. Neue User bekommen ihre Bugzilla-History automatisch übertragen.

Phabricator ist nicht neu, sondern wurde ursprünglich intern bei Facebook verwendet, die Software steht unter Apache-2.0-Lizenz. Evan Priestley hat die PHP-basierte Software entwickelt und betreut sie nun im Rahmen einer eigenen Firma namens Phacillity weiter. Phabricator kommt bereits in verschiedenen Projekten (Blender, LLVM, Wikipedia) und Firmen (Dropbox, Pinterest) zum Einsatz. Laut Wikimedia betreibe man aber die größte öffentliche Instanz der Software.

Die Vorteile von Phabricator sieht Wikimedia unter anderem im zeitgemäßen Desktop-UI. User können sich mit ihren Wikimedia-Logindaten anmelden, auch LDAP-Zugänge sind möglich, E-Mail-Adressen bleiben privat. Das Tool versammele Bugmelder, Entwickler, Designer, Produktmanager und weitere Zulieferer unter einem Dach. Es gebe Workboards für Projektplanungen und Möglichkeiten, Mockups hochzuladen und Notizen zu machen. Kommentare speichert die Software automatisch zwischen, User können sie zudem bearbeiten.

Einen Blick auf Phabricator können Interessierte auf den Wikimedia-Sites werfen, den Quellcode gibt es auf Github.

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