Wechselspiel in VMwares-Chefetage

Diane Greene, Mitbegründerin des Virtualisierungsspezialisten VMware, und auch nach der Übernahme des Unternehmens durch EMC als Präsidentin und CEO tätig, ist zurückgetreten. Als Nachfolger hat der Aufsichtsrat Paul Maritz benannt, der damit ebenfalls in einen Sitz im Aufsichtsrat einnimmt.

Ohne Gründe für das Ausscheiden von Greene zu nennen, spricht ihr Aufsichtsratsvorsitzenden Joe Tucci in der VMware-Mitteilung reichlich knapp Dank und beste Zukunftswünsche aus.

Ob der Abschied von Green mit einer von Joe Tucci Korrektur der Umsatzerwartungen für das Geschäftsjahr 2008 zusammenhängt, bleibt damit unklar. Allerdings dürfte dies auch in Zeiten des Shareholdervalue-Diktats eher unwahrscheinlich sein: VMware rechnet mit einem satten Umsatzplus von knapp unter 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr, zuvor war man sich sicher, die 50-Prozent-Marke zu reißen.

Der Nachfolger Maritz war lange Zeit bei Microsoft für Microsoft tätig und hat dort diverse Projekte betreut, unter anderem Windows 95 und Windows NT. Im Jahr 2000 hat er den Softwarekonzern verlassen und gründete 2003 die Pi Corporation, die – wie VMware – vom Speicherspezialisten EMC gekauft wurde.

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