VPN-Produkt für kleine Firmen

Die Infotecs GmbH aus Potsdam bietet mit ViPNet Office ein VPN-Produkt für kleine und mittelständische Unternehmen an. Damit sollen auch Unternehmen ohne eigene IT-Abteilung sicher und verschlüsselt kommunizieren können.

Die Lösung enthält je nach erworbener Lizenz VPN-Server- oder Client-Funktionalität und ist nach Aussage des Unternehmens mit allen gängigen Desktop- und Enterprise-Varianten von Suse und RedHat sowie unter Debian nutzbar. Eine erfolgreiche Installation unter Ubuntu 6.06 hätten Vertriebsparter ebenfalls bestätigt, so Sergej Torgow, Niederlassungsleiter Infotecs Potsdam. Die Installation setzt einen Kernel mit aktivierten Netfilter-Modulen voraus.

Ursprünglich war die Sicherheitslösung nur für Windows-Systeme gedacht. Aus diesem Grund ist auch noch nicht das gesamte Paket unter Linux lauffähig. Das Verwaltungsmodul, das zur Erstellung der Schlüssel benötigt wird, funktioniert bisher nur unter Windows. Die Portierung dieses Moduls soll bis Anfang 2008 abgeschlossen sein. Eine grafische Oberfläche existiert derzeit ebenfalls nur für die Betriebssysteme aus Redmond. Dies könnte ein Grund sein, warum die Lösung unter Linux bisher zumeist als VPN-Server eingesetzt wird.

Die Server-Variante bietet neben dem direkten Aufbau von VPN-Verbindungen auch die Möglichkeit, als Proxy und als Tunnel für andere Computer im Netzwerk zu dienen. Auch den Mail-Verkehr, VoIP-Telefonie und Videokonferenzen zwischen Außendienst und Firmensitz soll das das Produkt durch Verschlüsselung schützen. Die Lösung kommt ohne zusätzliche Krypto-Hardware aus.

Für 199 Euro erhalten Kunden ein Paket aus je zwei Lizenzen für Server und Clients. Eine 45-Tage-Testversion lässt sich nach Registrierung kostenfrei von der Website des Unternehmens herunterladen.

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