Hinter MatterV verbirgt sich eine noch recht junge Virtualisierungslösung für RedHat Enterprise Linux und kompatible Distributionen. Die neue Version 0.7.0 kann in VMWare aufgesetzte virtuelle Maschinen starten – ohne dass man die VMs dazu modifizieren müsste.
Die Virtualisierungslösung MatterV führt einen Kompatibilitätsmodus ein, in dem sie einen kompletten VMWare-Hypervisor simuliert. Die unter MatterV laufenden virtuellen Maschinen glauben dann, weiterhin in einer VMware-Umgebung zu stecken. In den virtuellen Maschinen funktionieren sogar die darin installierten VMWare Tools.
Folglich müssen Administratoren die virtuellen Maschinen nicht mehr modifizieren. Darüber hinaus funktionieren weiterhin selbstgeschriebene Skripte und angelegte Konfigurationen. Die VMWare VMs lassen sich so leicht auf eine kostengünstige Virtualisierungslösung migrieren. Mit diesem Gedanken spielen vielen Unternehmen, seit VMWare die Preise beziehungsweise Abonnements für seine Produkte drastisch erhöht hat. Eine direkte Übernahme von virtuellen Maschinen aus einem vCenter soll MatterV allerdings erst in seiner nächsten Major-Version erlauben.
MatterV nutzt unter der Haube KVM und steht unter der Mozilla Public License v2. Die Virtualisierungslösung erlaubt den Aufbau eines Clusters und bietet Hochverfügbarkeit, womit sie sich vor allem an Unternehmen richtet.




