Anthropic hat seine jüngste Entwicklung Claude Tag vorgestellt, die sich in einen Slack-Gruppenchat einbinden lässt und dann von Teammitgliedern via @Claude Aufgaben übertragen bekommt. Claude Tag soll sich dabei Kontext-Informationen aus den Channels besorgen, in denen es eingebunden ist.
Die Funktion ist ab sofort als Beta-Version für Kunden von Claude Enterprise und Team verfügbar. Das Ziel ist es, die Verfügbarkeit weiter auszubauen, damit Teams @Claude auch an den vielen anderen Orten verwenden können.
Laut Anthropic sei die Übertragung von Aufgaben via @Claude inzwischen die Quelle für 65 Prozent des Codes seines Produkt-Teams. Und diese Arbeitsweise breite sich weiter aus, auch über das Engineering hinaus würde das Tagging nun verwendet, um nach Produktkennzahlen zu suchen, Support-Tickets abzuarbeiten oder sogar um die Ursache kniffliger Fehler zu finden.
Claude Tag nimmt die ihm übertragenen Aufgaben entgegen, gliedert sie in einzelne Arbeitsschritte und arbeitet sie schrittweise ab. Dabei kann es Tools benutzen, auf die es Zugriff hat. Innerhalb eines Slack-Channels gibt es eine Claude-Instanz. Jeder aus dem Team kann sehen, woran sie arbeitet und eine Konversation wieder aufgreifen, die ein anderes Teammitglied begonnen hatte. Je länger Claude Tag dem Channel folgt, je mehr lernt es mit der Zeit. Das heißt, es müssen ihm die Dinge später nicht immer wieder von Grund auf erklärt werden. Wenn man einen “Ambient”-Mode aktiviert, versucht Claude sogar vorherzusehen, was demnächst zu erledigen ist und macht proaktiv Vorschläge. Claude arbeitet dabei immer asynchron: Wer ihm eine Aufgabe übertragen hat, kann sich sofort anderen Dingen zuwenden – Claude plant die Abarbeitung für sich selbst, auch wenn sie sich über Tage oder Wochen hinzieht.
Um das Modell in Betrieb zu nehmen, legen Systemadministratoren fest, auf welche Tools und Informationen das Modell über welche Kanäle zugreifen darf. Außerdem können die Administratoren auch ein Limit für die Tokens festlegen, die Claude verbrauchen darf. Alles, einschließlich der Erinnerungen, bleibt auf die von den Administratoren definierten Kanäle beschränkt. So gibt beispielsweise ein für den Vertrieb eingerichtetes Modell keine Erinnerungen an ein für den technischen Bereich eingerichtetes Modell weiter; ebenso wenig gewährt es Ingenieuren Zugriff auf Vertriebsdaten oder -tools.






