Video vom Plasma-Netbook-UI und Qt-KDE-Lab in Südamerika

Im Nachgang des Gran Canaria Desktop Summit, der am 11. Juli beendeten gemeinsamen Entwicklerkonferenz von KDE und Gnome, hat das KDE-Projekt die aufregendsten Neuigkeiten der letzten Tage herausgepickt. Wir legen eins drauf und stellen zum Abschluss die besten Summit-Bilder zu einer Galerie zusammen .

Das Team der Plasma-Oberfläche für Netbooks hat sich mit den Kwin-Entwicklern kurzgeschlossen, um den KDE-Fenstermanager stärker in das Projekt zu integrieren. Nachdem vor Kurzem ein erstes Bild für den Desktop auftauchte, wurde auf dem Summit nun eine erste laufende Version präsentiert. Die Alpha-Version soll im Herbst 2009, die erste stabile Version ungefähr im ersten Quartal 2010 auftauchen. Auf Youtube gibt es ein Screencast-Video, der ein wenig mehr von der zukünftigen KDE-Oberfläche für Netbooks zeigt. Grundsätzlich soll das Netbook-Interface stärker in Richtung Web gehen, also Online-Dienste einbinden. In den letzten Tagen des Events zauberte das Plasma-Team ein KRunner-Plugin aus dem Hut, das Wikipedia auf den Desktop holt – ein Feature, das dank der modularen Bauweise von Plasma auch für den normalen Desktop erhältlich ist.

Frisch gewählter Vorsitzender Cornelius Schumacher berichtet vom Finanzjahr 2008, wo er noch Schatzmeister war, dass KDE prächtig blüht. Das heißt, neue Projekte entstehen und erweitern KDEs Entwicklerbasis, und das Desktop-Projekt insgesamt schließt vermehrt Kontakte in die Wirtschaft. Konkret finanzierte der Verein im letzten Jahr 18 Entwicklertreffen, so genannte Developer Sprints. An wirtschaftlicher Zusammenarbeit kann sich das KDE-Projekt über eine neue Kooperation zwischen Qt Software und Bossa Nova freuen, dem “Qt Research Lab South America”. In Brasilien wollen die beiden Studenten finden, die anhand KDE Programmiererfahrung sammeln, und dafür zum Beispiel Developer Sprints finanzieren. Diese Aktion hat einen Vorläufer: In den letzten drei Jahren machte es die Universität Toulouse ähnlich.

Und noch ein Happy End: Aus dem Flirt von KDE mit Gitorius etwas Ernstes geworden. Das Web-Git ist laut der heutigen KDE-Meldung für die Zukunft des KDE-Projekts in Sack und Tüten.

E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Nach oben