Die britische Marktforschungsagentur Coleman Parkes hat im Auftrag von Camunda, einem Hersteller von Lösungen im Bereich der agentenbasierten Automatisierung, eine Umfrage unter 1150 Personen aus amerikanischen, britischen, deutschen und französischen Unternehmen zum Stand der agentenbasierten Orchestrierung und Automatisierung durchgeführt.
Die Ergebnisse zeigen, dass KI-Agenten in der einen oder anderen Form zwar bereits benutzt werden, fast überall auch einen Beitrag zum Geschäftswachstum erbrachten und weiter ausgebaut werden sollen – 85 Prozent wollen ihre Ausgaben für Automatisierung um mindestens 10 Prozent erhöhen. Gleichzeitig stoßen viele Organisationen aber auch an Grenzen, weil die Komplexität ihrer Prozesse schneller zunimmt als ihre Fähigkeit, sie zu automatisieren. 85 Prozent der Befragten schätzen ein, dass ihre Prozesse noch nicht den Reifegrad erreicht haben, den eine agentenbasierte Automatisierung bräuchte.
Entsprechend agieren sie zurückhaltend. Hinter ihren Zielen zurück blieben 73 Prozent. Was befürchten sie? 84 Prozent sehen ein Geschäftsrisiko wegen ungenügend kontrollierbarer KI, 80 Prozent beklagen mangelnde Transparenz, 66 Prozent haben Bedenken hinsichtlich der Compliance und die Hälfte befürchtet, dass schlecht implementierte Prozesse sich durch KI nur noch weiter verschlechtern.
Deshalb werden KI-Agenten nur für die Automatisierung risikoarmer Aufgaben eingesetzt. In 80 Prozent der Fälle sind es lediglich Chatbots oder Assistenten, die nur Inhalte zusammenfassen und Fragen beantworten. Geschäftskritische Fälle bearbeiten sie nicht. In fast der Hälfte der Fälle (48 Prozent) bleiben die Agenten isoliert.
Was also fehlt, ist Vertrauen. Wenn es gelingt, das in der Zukunft auszubauen, werden die KI-Agenten, meinen die Marktforscher, ihr volles Potenzial entfalten, indem sie auch geschäftskritische Prozesse orchestrieren und automatisieren.




