Der IT-Personaldienstleister Gulp führte im Januar eine Umfrage zum Thema Scheinselbstständigkeit und dem aktuellen deutschen Gesetzesentwurf von Arbeitsministerin Andrea Nahles durch. Eine Frage lautete, welche Alternativen die selbstständigen IT- und Engineering-Spezialisten zur Freiberuflichkeit sehen, falls das Gesetz in seiner vorgesehenen Fassung in Kraft tritt. Festanstellung und Auswandern waren die häufigsten Antworten.
Bei der Personalagentur für IT- und Engineering-Spezialisten Gulp Information Services gingen schon einige Monate lang meist negative Nutzerkommentare zum Gesetzesentwurf gegen den Missbrauch von Werkverträgen ein. Ab Mitte Januar befragte Gulp systematisch zwei Wochen lang seine Freiberufler zu verschiedenen Aspekten rund um den Gesetzesentwurf. 440 IT-Freiberufler nahmen teil. Bei der Frage zur Zukunft ihrer Freiberuflichkeit sehen fast 80 Prozent den Entwurf als eine Gefahr für ihren Berufsstand. Gerade einmal 16 Prozent stehen dem Ganzen neutral gegenüber. Zufrieden mit dem Gesetz zeigten sich 5 Prozent der Teilnehmer.
Auf die Frage, was sie tun würden, wenn sich wegen des Gesetzes ihre aktuelle Arbeit nicht mehr rechnet, zeigen sich gut 27 Prozent der Umfrageteilnehmer bereit, ihre Selbstständigkeit einer Festanstellung opfern. Beachtliche 21 Prozent würden ihrer Heimat den Rücken kehren. Eine weitere Ausweichmöglichkeit sehen 8,5 Prozent der Befragten in der Gründung einer eigenen Gesellschaft. Rechtlich oder politisch aktiv werden würden lediglich 2,2 Prozent der unabhängigen IT-Schaffenden.






Ich bin etwas verwundert, denn als Gewerbetreibender wundere ich mich immer wieder, wer sich alles selbst selbstverständlich und naiv als “Freiberufler” bezeichnet. Mancher würfelt sogar “freier Mitarbeiter” mit “Freiberufler” durcheinander. Sofern ein “Freiberufler” bisher all seinen Steuerpflichten nachkommt, beschränken sich die “Vorteile” doch meines Wissens nach primär darauf, keine jährlichen Mitgliedsgebühren an die IHK abzuführen. Zwar kann er unter eher selteneren Umständen ohne UsSt agieren, aber auch keine ausgegebene MwSt. dagegenstellen (dem gewerblichen Kunden bringt beides keinen Vorteil). Wenn Freiberufler ohne UsSt agieren, dann finde ich es nur fair, das meine Wettbewerber nun endlich auch die Steuern abzudrücken haben wie… Mehr »
Wenn hier einer mit den Begriffen geschlampt hat, dann der Autor des Artikels.Sie haben Gulp wohl nicht angesehen, sonst wüssten Sie etwas besser, um was es geht. Dabei handelt es sich nicht um die Beiträge für die IHK! Wegen 150€ regt sich wohl nur ein Taxler auf, ein IT-Selbstständiger hat das in Null-Komma-Nix eingenommen.IT-Freiberufler werden mit dem Gesetzentwurf für §611a BGB mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit von der Rentenversicherung als abhängig Beschäftigte gesehen und konsequenterweise zur Zahlung von Beiträgen herangezogen. Die in besagtem Paragraphen angegebenen Kriterien für Scheinselbstständigkeit nehmen keine Rücksicht auf (gut bezahltes) Projektgeschäft, sondern tun so, als wenn die… Mehr »