Ubuntu möchte GNU Core Utilities durch Rust-Alternativen ersetzen

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Die GNU Core Utilities (kurz Coreutils) stellen essenzielle Linux-Programme wie ls oder cp bereit. Schon in der übernächsten Ubuntu-Version sollen sie allerdings einer in der Programmiersprache Rust geschriebenen Neuimplementierungen weichen.

Die Erfinder der Coreutils wählten dereinst die Programmiersprache C, deren Eigenheiten allerdings immer wieder zu Speicherfehlern und damit einhergehenden Sicherheitslücken führen. Vor allem das Uutils-Projekt versucht daher, die bekannten Linux-Werkzeuge in Rust komplett neu zu schreiben. Diese Programmiersprache vermeidet von vornherein einige C-typische Probleme und ist etwa auf Speichersicherheit getrimmt.

Genau aus diesem Grund möchte Canonical-Entwickler Jon Seager in Ubuntu 25.10 die Coreutils gegen die Uutils-Pendants austauschen – insbesondere im Hinblick darauf, dass Ubuntu auf zahlreichen kritischen Servern und in großen Data Centern läuft. Dort kommt es generell auf möglichst sichere und stabile Software an.

Sofern sich die Uutils bewähren, sollen sie auch in Ubuntu 26.04 und somit der nächsten Version mit Long Term Support zum Einsatz kommen. Die Uutils sind zudem nicht die einzigen Ersatzkandidaten: Jon Seager möchte auch die Neuimplementierungen aus anderen Projekten in Ubuntu integrieren, allen voran den sudo-Ersatz sudo-rs.

Die Coreutils sind allerdings etabliert und seit Jahrzehnten im Einsatz, die Neufassungen hingegen noch recht jung und nicht sehr weit verbreitet. Jon Seager hat deshalb ein Tool namens oxidizr entwickelt. Mit ihm kann man gefahrlos die Uuitils Coreutils, die Uutils Findutils, die Uutils Diffutils und sudo-rs gegen die jeweils alten Werkzeuge austauschen. Im Wesentlichen sichert oxidizr dazu nur die vorhandenen Coreutils, installiert dann das passende Paket und biegt schließlich ein Verzeichnis um. Ausprobieren kann man das Tool und somit die Uutils schon jetzt unter Ubuntu 24.04 und 24.10. Wer entsprechend wagemutig ist, findet eine ausführliche Installationsanleitung im in der Ankündigung von Jon Seager.

In dessen Kommentaren fragen auch direkt Nutzer, warum Seager mit oxidizr ein eigenes Tool entwickelt und nicht einfach das bereits in Debian für solche Zwecke enthaltene Alternatives System verwendet. Wie der Ubuntu-Entwickler Julian Andres Klode jedoch anmerkt, müssten dort die beteiligten Pakete mit dem System zusammenarbeiten – was hier jedoch nicht gegeben ist.

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