Grafikkarten-Hersteller Nvidia genießt im Linux-Bereich nicht den besten Ruf. Vielleicht hilft es, dass der Hersteller seine proprietären Treiber künftig auf den ISOs für Ubuntu 19.10 ausliefert.
Laut einem Bugreport auf Ubuntus Entwicklerplattform Launchpad soll das ISO für Ubuntu 19.10 die proprietären Nvidia-Treiber “ubuntu-driver-390” und “ubuntu-driver-418” mitbringen. Das ist eine Neuerung: Bislang war es Nvidia-Nutzern nur mit einer Internetanbindung möglich, diese Treiber im Nachhinein zu installieren. Anders war das bei Pop OS, einer Distribution vom Linux-Hardware-Verkäufer System 76, die auf Ubuntu basiert.
Laut der Webseite Phoronix konfiguriert Ubuntu Systeme mit Nvidia-Karten aber weiterhin standardmäßig mit den freien Nouveau-Treibern. Die genügen in der Regel für die meisten Anwendungen. Nutzer, die dann, zum Beispiel für Spiele, die proprietären Treiber brauchen (oder solche, bei denen Nouveau nicht funktioniert), richten künftig ohne größere Downloads einen proprietären Nvidia-Treiber ein.
Nvidia hat in der Community nicht den besten Ruf, weil die Firma nur minimal mit der Community zusammenarbeitet. Die Karten sind teuer, die Treiber dafür aber Closed Source, was viele Linux-Nutzer mittlerweile seit Jahrzehnten kritisieren. Bekannt geworden ist in diesem Zusammenhang auch ein Video mit Linus Torvalds, der Nvidia den Stinkefinger zeigt.





Nvidia wurde bei seinen Produktbeschreibungen auch schon mehrmals beim Lügen erwischt.