Die Anordnung stellt eine Abkehr von der bisher vom Weißen Haus gegenüber KI verfolgten zurückhaltenden Haltung dar. Sie folgt auf Debatten darüber, wie man die Kontrolle über KI-Modelle erlangen könne, ohne dabei die Innovation zu behindern.
Die Durchführungsverordnung fordert Technologieunternehmen auf, der Regierung vor der Veröffentlichung neuer Modelle künstlicher Intelligenz freiwillig die Möglichkeit zur Überprüfung zu gewähren. In einer ersten Fassung, die Trump ablehnte, war noch von einer verpflichtenden Prüfung die Rede. Außerdem sollten den Prüfern in der verworfenen Fassung 90 Tage Zeit eingeräumt werden, jetzt sind es nur noch 30. Beide Einschränkungen schmälern allerdings den Sicherheitsgewinn, den KI-Labore, die Sorge haben, ihr Modell könne die Prüfung nicht überstehen, brauchen es nun erst gar nicht einzureichen.
Nichtsdestotrotz ist die Verordnung der bislang größte Schritt der Trump-Regierung in Richtung einer Regulierung künstlicher Intelligenz. Sie stellt eine Kehrtwende gegenüber der “Alles-ist-erlaubt”-Haltung dar, die der Präsident bei seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr eingenommen hatte. Dieser Ansatz sollte amerikanischen Technologieunternehmen helfen, China zu übertrumpfen und die Wirtschaft anzukurbeln.





