Torvalds bezeichnet RISC-V-Patches als Müll

Seit einiger Zeit gibt es Zoff zwischen Linus Torvalds und dem Entwickler von Bcachefs, Kent Overstreet.

Linus Torvalds ist für seine harschen Umgangsformen bekannt. Jetzt hat er den Pull-Request für RISC-V-Code für Kernel 6.17 abgeschmettert. Torvalds beschied den Patches für RISC-V: „Das ist Müll und kam zu spät.“

Ein Grund für die Verärgerung des Kernel-Chefs war, dass er um frühzeitige Pull-Anfragen gebeten habe, weil er sich auf Reisen befinde. Dem Google-Entwickler, der die betreffenden Patches einreichte antwortete er auf der Kernel-Mailingliste entsprechend genervt: „…wenn Sie sich nicht an diese Regel halten können, dann machen Sie wenigstens gute Pull-Anfragen.“ Denn die eingereichten Patches entsprechen diesem Kriterium laut Torvalds überhaupt nicht. „Die fügen verschiedenen Müll, der nicht RISC-V-spezifisch ist, zu generischen Header-Dateien hinzu.“ Torvalds schimpft dann weiter:  „Und mit ‚Müll‘ meine ich das auch so. Das sind Dinge, die mir niemand schicken sollte, ganz zu schweigen davon, dass sie spät in einem Merge-Fenster kommen.“

In der Manier wettert der Linux-Erfinder in seiner Mail weiter und warnt: „Keine verspäteten Pull-Anfragen mehr und kein Müll mehr außerhalb des RISC-V-Baums.“

Die Patches müssen nun auf einen neuerlichen Versuch für Kernel 6.18 warten. Sie sollen unter anderem die IOMMU (Input-Output Memory Management Unit) ins ACPI-Subsystem integrieren, angepasste Boot-Logos ermöglichen und Probleme mit RISC-V-Chips beheben.

E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Nach oben