Thunderbird 68 mit überarbeitetem Add-on-System

Thunderbird 68.0 ist erschienen. Dank der gemeinsamen Codebasis mit Firefox können einige Add-ons nicht mehr funktionieren. Darüber hinaus gibt es verschiedene kleine Neuerungen und Änderungen.

Traditionell fliegt der Briefvogel auf der Codebasis von Firefox. Dessen Entwickler modernisieren gerade das Add-on-System, was auch Thunderbird 68 betrifft. Konkret bedeutet das, dass einige Add-ons, die nun Mailextensions heißen, in Thunderbird 68 zunächst nicht funktionieren. Ein Forums-Thread erklärt, wie Nutzer auf eigene Faust nach neuen Versionen ihrer Lieblings-Add-ons fahnden, falls diese nicht laufen.

Abseits davon laufen Filter nun in festen Abständen automatisch über die Ordner. Das ist eine Hilfe, weil Thunderbird insbesondere bei schlechter Netzanbindung mitunter das Filtern vergisst. Für IMAP funktioniert nun TCP Keepalive. Ein Nutzer kann sämtliche Mails in den Ordnern eines Accounts auf einmal als “Gelesen” markieren. Sprachpakete lassen sich über die erweiterten Optionen auswählen. Anwender müssen zudem “intl.multilingual.enabled” auf “true” und “extensions.langpacks.signatures.required” auf “false” gesetzt haben.

Downgrades verhindern

Startet der Anwender eine ältere Version von Thunderbird, erscheint die Meldung “You have launched an older version of Thunderbird”, ohne dass die Software aber auch das Profil des Nutzers mit dieser älteren Version öffnet. Dann besteht bislang die Gefahr eines unfreiwilligen Downgrades inklusive Dateienaustausch. Wer gezielt sein Profil downgraden möchte, startet Thunderbird mit der Option “–allow-downgrade”. Für das Übertragen von großen Dateien als Attachments, gibt es nun erweiterte Möglichkeiten. Zum einen lässt sich auf bestehende Attachments verlinken, anstatt sie erneut hochzuladen. Support für Wetransfer ist in Filelink integriert, für Dropbox und Box.com gibt es Add-ons. Flattern E-Mails mit Attachments ins Haus, kann der Nutzer nun einfacher auf den Ordner zugreifen, in dem sich die Attachments befinden.

Nicht zuletzt haben die Entwickler die Versionsnummer des eingebauten Kalendertools Lightning an die von Thunderbird angepasst. Die Zeitzonendaten-Änderungen umfassen neuerdings auch vergangene (2018) und zukünftige (2022). Alle weiteren Neuigkeiten und Änderungen listen die Release Notes auf. Updates für bestehende Thunderbird-Versionen liefern üblicherweise die Linux-Distributionen nach einigen Tests recht bald aus. Wer nicht warten möchte, lädt die neue Version über die Webseite herunter. Dabei ergibt es aber mitunter Sinn, vor dem Start ein Backup des bisherigen Profils vorzunehmen, das meist unter “/home/USER/.thunderbird” liegt.

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