Mit dem Taurinus X200 erhält ein weiterer Laptop die Respect-Your-Freedom-Zertifizierung der FSF. Das Gerät basiert auf Lenovos Thinkpad X200 und verzichtet auf Intels Management-Engine-Firmware.
Der Taurinus X200 kommt laut der Ankündigung der FSF von der Libiquity LLC, die das FSF-Mitglied Patrick McDermott gegründet hat. Es ist für 450 US-Dollar im Shop der Firma zu haben. Auf ihm laufen die von der FSF unterstützte Linux-Distribution Trisquel und das Boot-System Libreboot. Das ursprüngliche Betriebssystem und die Low-Level-Firmware haben die Entwickler entfernt und ersetzt. In Sachen Hardware ist der Laptop nicht der aktuellste: Er lässt sich wahlweise mit 2, 4 oder 8 GByte RAM ausstatten und verwendet einen Intel Core 2 Duo mit 2.26 GHz bis 2.66 GHz als Prozessor.
Das Besondere am Taurinus X200 ist, dass er auch ohne Intels Management-Engine-Firmware kommt. Diese erlaube es laut FSF, den Rechner über das Netzwerk ein- und auszuschalten, sein BIOS zu aktualisieren, seine Festplatten zu löschen und das OS neu zu installieren. Die FSF habe dabei nichts gegen diese Funktionalität an sich einzuwenden. Sie könne, im Gegenteil, sogar durchaus nützlich sein. Sie kritisiert aber, dass der User keine Kontrolle über diese Funktion hat, weil es sich um Closed-Source-Software handelt.
Mit dem Respect-Your-Freedom-Zertifikat möchte die Free Software Foundation Hersteller auszeichnen, die sich um die Privatsphäre ihrer User kümmern und Geräte ausliefern, die möglichst auf proprietäre Firmware verzichten. Die Firma verschickt das Gerät nur innerhalb der USA. Wer dort nicht lebt, dem empfiehlt die Webseite das Libreboot X200 als Alternative.





