Das Live-System zum anonymen Surfen im Internet über das Tor-Netzwerk wechselt in seiner neuen Version den mitgelieferten Video-Player, verlangsamt absichtlich das Herunterfahren des Systems und aktualisiert den Tor-Browser.
Tails 7.10 setzt ab sofort auf den von GNOME vorgegebenen Shutdown-Ablauf. Für Anwender erscheint damit das Systems etwas träger herunterzufahren, im Gegenzug verhindern dabei ablaufende Sicherheitsmaßnahmen einen möglichen Datenverlust. Insbesondere weist der „Ausschalten“-Dialog auf noch geöffnete Anwendungen und somit möglicherweise nicht gespeicherte Dokumente hin. Greift man hier nicht ein, fährt Tails das System dennoch nach 60 Sekunden automatisch herunter. Davon unabhängig unterstützt Tails weiterhin seinen „Emergency Shutdown“: Im Notfall muss man lediglich den USB-Stick abziehen oder die DVD auswerfen. Beim Einsatz eines Persistent Storage können dabei jedoch Datenverluste auftreten.
Neu in Tails 7.10 ist zudem der Video-Player Celluloid, der das bislang genutzte GNOME Videos ersetzt. Celluloid gibt sich zwar moderner, läuft aber nicht auf allen Computern, die vor 2011 gebaut wurden. Auf solchen Rechnern soll man laut den Tails-Entwicklern den Media-Player VLC nachinstallieren. Aus Sicherheitsgründen bleibt Celluloid zudem der Zugriff auf das Netzwerk verwehrt. Auch hier bietet VLC eine Alternative, zudem kann man Online-Videos im Tor-Browser betrachten.
Letztgenannter liegt in der Version 15.0.9 vor. Obendrein hat das Tails-Team einige Firmware-Pakete aktualisiert, dank denen das Live-System neuere Hardware erkennen soll – unter anderem einige WLAN-Geräte.




