Stratis 1.0 hat Red-Hat-Entwickler Andy Grover in seinem Blog angekündigt. Die Software erlaubt Snapshots und Storage Pools für das XFS-Dateisystem.
Laut Ankündigung setzt Stratis 1.0 auf das Devicemapper-Subsystem von Linux und Konfigurationen für das XFS-Dateisystem. Über die Software verwenden Admins das Dateisystem so, wie sie es von Btr-FS und ZFS kennen. Auf Systemen mit nur einer Festplatte trennen sie “/home”- und “/usr”-Verzeichnisse komfortabel voneinander. Für beide legen sie separate Schnappschüsse an. In größeren Umgebungen erlaubt es Stratis, einen Storagepool mit mehreren Festplatten und Anbindungen zu erzeugen, diesen zu überwachen und recht einfach zu verwalten.
Stratis bringt dafür einen Daemon (“stratisd”) und ein Kommandozeilen-Interface (“stratis-cli”) mit. Der Daemon handhabt eine Kollektion von Block Devices und exportiert ein Dbus-API. Über das Kommandozeilentool kann der Admin mit dem Daemon kommunizieren. Bereits Fedora 29 soll die Version 1.0 an Bord haben.
Hürden auf dem Weg
Grover und das Entwickler-Team haben an der in Rust geschriebenen Software zwei Jahre gearbeitet. In seinem Blogpost zählt er die Herausforderungen auf, die mit der Entwicklung von Stratis verbunden waren. So sollen die Metadatenformate auf der Festplatte und die Software-Algorithmen maximal gegen Festplattenschäden und -Überschreibungen schützen. Diesen Teil zu entwickeln, habe viel Zeit gekostet. Daneben nennt Grover die Design-Dokumente als Hürde. Sie geben einen tiefergehenden Einblick in die Stratis-Architektur. Sie zu entwerfen, habe viel Zeit und Diskussion gekostet. Nicht zuletzt sei das Dbus-Interface anfangs eine Hürde gewesen, funktioniere aber dank einer gute Rust-Bibliothek (“dbus-rs”) inzwischen problemlos.
Zukunftspläne
Stratis 1.0 sei ein Minimum Viable Product (MVP), einige Features fehlen also noch. Dazu gehören etwa ein Support für RAID und für Send und Receive. Man wolle künftig weitere Devicemapper-Layer integrieren, aber auch zusätzliche Storage APIs. Zudem will das Projekt die Flexibilität beim Ergänzen und Entfernen von Storage Devices erhöhen, ohne das UI zu überfrachten.
Für die Software gibt es ein Github-Repository, um den Daemon zu bauen, sind ein Rust ab Version 1.25 nötig sowie der Paketmanager Cargo. Das Projekt bringt auch eine eigene Webseite mit, auf der Dokumente und Antworten zu Fragen warten.





