Signierte Add-ons ab Firefox 42 verpflichtend

In einer ausführlichen FAQ weisen die Firefox-Entwickler darauf hin, dass der Browser ab Version 42 keine unsignierten Erweiterungen beziehungsweise Add-ons mehr erlaubt.

Die signierten Erweiterungen sollen den Browser laut einem Blogeintrag vom Februar sicherer machen. Sie erleichtern es den Entwicklern, Add-ons aufzuspüren, die gegen Mozillas 10 grundlegende Prinzipien verstoßen. Zugleich schützen sie auch gegen ungewollte Add-ons, die sich User auf Seiten von Drittanbietern einfangen. Diese würden laut Mozilla oft nicht das Interesse der User im Auge haben und diese zum Beispiel ausspionieren.

Als erste Release mit Langzeit-Support (ESR) wird wohl die Version 45 nur noch signierte Add-ons erlauben. Die noch im August 2015 erscheinende Version 40 wird hingegen lediglich warnen, falls Benutzer unsignierte Add-ons installieren, heißt es in der FAQ. Der erwähnte Blogeintrag erklärt zudem im Detail, was sich für Entwickler ändert. Für diejenigen, die ihre Erweiterung ohnehin auf “addons.mozilla.org” (AMO) hosten, erstellt Mozilla die Signaturen automatisch.

Veränderungen betreffen vor allem jene Entwickler, die ihre Erweiterungen außerhalb der Mozilla-Domain hosten. Sie müssen ihre Add-ons künftig zum Signieren auf AMO hochladen, wo Mozilla sie einigen automatisierten Tests unterzieht. In der Regel geschieht der Review-Prozess automatisiert und die Entwickler erhalten ihre Add-ons nach einiger Zeit signiert zurück. Sie müssen diese auch nicht auf AMO veröffentlichen. Scheitern die Tests, können sie nachbessern oder eine manuelle Begutachtung des Add-ons beantragen.

Die Signaturen lassen sich nicht umgehen. Für Unternehmen und Organisation, die nicht-öffentliche, interne Add-ons verwenden, soll es künftig aber auch eine Lösung geben, an der die Entwickler noch arbeiten. Daneben erlauben es die Developer- und Nightly-Version, die Signatur abzuschalten. Auch eine Logo-freie Variante der Release- und Betaversion von Firefox soll anfangs in der Lage sein, Erweiterungen ohne Signatur zu verwenden.

Auch wenn der Schritt von Mozilla durchaus nachvollziehbar ist, dürfte er nicht überall auf Begeisterung treffen. Nicht wenige User verwenden einzelne, exotische Add-ons, deren Entwickler den Support eingestellt haben, die aber noch immer funktionieren. Sie dürften dann in der stabilen Version von Firefox nicht mehr lauffähig sein.

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