Samba-Projekt erwägt Lizenzerwerb für Windows-Protokolle

Nachdem Microsoft im Verfahren der EU-Kommission um den Zugang zu technischen Dokumentationen offenbar einlenkt und auch Wettbewerbern ermöglichen will, diese einzusehen, erwägt das Samba-Projekt den Erwerb einer solchen Lizenz.

Die Summe dafür, die gegenwärtig auf rund 10.000 Euro geschätzt werde, könne das Samba-Projekt aufbringen, sagte Samba-Entwickler Volker Lendecke. “Wir müssen jedoch noch genau prüfen, welche juristischen Auswirkungen dieser Schritt hätte”, sagte Lendecke am Rande der Konferenz Perspektive Open Source.

Das Projekt stehe dazu mit FSF-Anwalt Eben Moglen im engen Kontakt, der die Lizenzbedingungen untersuchen solle. “Der Schritt brächte Samba beispielsweise in der Implementation eines Active Directory Servers erheblich voran”, beschreibt Lendecke die Vorteile einer solchen Lizenzierung. Wenn das Projekt eine Abweichung zwischen Spezifikation und Implementation entdecke und berichte, wäre der Windows-Anbieter verpflichtet, seine Produkte anzupassen – oder die Spezifikation. In beiden Fällen versprechen sich die Entwickler des Open-Source-Projektes eine verbesserte Konformität der Interoperabilität mit Windows-Clients und -Servern.

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