Red Hat bringt sein Enterprise Linux in Version 7 mit einigen technischen Neuerungen auf den Markt.
In der neuen Release nimmt XFS den Platz von Ext 4 als Standarddateisystem ein und skaliert bis zu 500 TByte. Alternativ steht die Ext-Familie zur Auswahl, Btrfs trägt bei Red Hat noch den Stempel Technology Preview. Zum Booten dient nun Grub 2, das auch mit dem Bios-Nachfolger EFI zusammenarbeitet.
Der Linux-Kernel beruht auf Version 3.10 und unterstützt per Zswap komprimierten Arbeitsspeicher. Bei der Virtualisierung gesellt sich zu KVM, Xen, Hyper-V und VM-Ware nun die Container-Virtualisierung mit Docker. Beim Identity-Management hat der Hersteller das Zusammenspiel mit mehreren Active-Directory-Domänen ermöglicht.
Als Toolchain verwendet RHEL 7 die GCC-Version 4.8 sowie das Binutils-Paket in Ausgabe 2.23.52 sowie GLibc 2.17. Damit bringt es experimentelle Unterstützung für das Übersetzen von C++11-Anwendungen. Weitere unterstützte Programmiersprachen sind Ruby 2.0.0, Python 2.7.5 und Java 7. Unter den Servern finden sich Apache 2.4, Maria DB 5.5 und PostgreSQL 9.2.
Weitere Informationen finden sich in den ausführlichen Release Notes, die auch in deutscher Sprache zur Verfügung stehen. Die englische Version ist allerdings auf neuerem Stand. Red Hat Enterprise Linux 7 ist wie beim Hersteller üblich per Subskription erhältlich. Im Kundenportal ist eine Evaluationsversion erhältlich).





