Die Hardware kommt von Intel, die Infrastruktur-Software, der Serverraum und der Glaube an einen stark expandierenden Markt von Red Hat: In Gegenwart der Geschäftsführer beider Firmen ging gestern das “Cloud Innovation Lab” offiziell seinen Betrieb auf.
Im Münchner Gebäude der Linux-Firma und im optimistisch gestimmten Beisein von Christian Lamprechter, Geschäftsführer der Intel GmbH, gab am gestrigen Donnerstag Red Hats Werner Knoblich, Vice President und General Manager EMEA, den Startschuss zu einem “Cloud Innovation Lab”. Auf den dort aufgestellten Servern sollen nach Aussage beider Firmen für Red-Hat-Kunden aufwändigere Anwendungssetups nachgestellt werden – wofür es laut Knoblich in seiner Firma sehr großen Bedarf gäbe. In vielen Fällen wird wohl als Basis die ebenfalls gestern vorgeführte “Red Hat Enterprise Linux Open Stack Platform” dienen.
Partner Intel, der Red Hat als wichtige Spieler sieht, um die eigene Vision einer offenen Cloud zu realisieren, hat die Hardware beigetragen – im Kern zwei starke Node- und sechs Standardserver sowie diverse Storgekomponenten – und stellt bei Bedarf Personal bereit. Obwohl die drei 19-Zoll-Racks optisch unspektakulär wirken, bilden sie für Red Hat das modernste Lab in Europa, weshalb dort nicht primär normale Produktdemonstrationen laufen sollen. Andreas Stolzenberger beispielsweise, Red Hat Solution Architect in München, will dort hybride Clouds aufsetzen, die auch Virtualisierungsprodukte anderer Anbieter wie VMware, Microsoft oder Amazon beinhalten. Die Open-Source-Firma meint, das wird auf Nachfrage klar, Kunden auf lange Sicht über den Preis zum Umstieg auf eigene Produkte und Dienstleitungen überzeugen zu können, bei vergleichbarer oder gar besserer Funktionalität – um die zu belegen, scheint das “Cloud Innovation Lab” der richtige Ort.





