Aus ungeklärtem Grund verliert der Raspberry Pi 4 seine WLAN-Verbindung, sobald er bestimmte Display-Auflösungen verwendet.
Die meisten Nutzer setzen die mit dem Raspberry Pi 4 mitgelieferte grafische Oberfläche entweder gar nicht ein oder greifen per VNC darauf zu. Allerdings kommt der Raspi auch im Digital-Signage-Bereich zum Einsatz, um etwa grafische Anzeige- und Werbetafeln mit bewegten Bildern zu bespielen. Hier sind oft hohe Auflösungen in Gebrauch.
Ein Blogpost schildert nun ein Problem, laut dem das WLAN des Raspi die Arbeit einstellt, wenn ein Anwender den Minirechner mit 1920×1080 Pixeln betreibt und über HDMI mit einem Monitor oder Ausgabegerät verbindet, das eine Auflösung von 2560×1440 Pixel verwendet. Bei niedrigeren Auflösungen zeige sich das Problem nicht. Die Entdecker des Problems haben verschiedene Tests gefahren: Mehrere Raspis eingesetzt, mehrere Netzgeräte getestet, mehrere Distributionen und so weiter.
Offenbar suchen auch andere Nutzer nach einer Lösung für das Problem, mit dem sich mittlerweile mindestens zwei Foren-Threads beschäftigen. Für einen Anwender lag die Lösung darin, in den 5-GHz-Bereich zu wechseln und in den Netzwerkeinstellungen die Option “Automatically configure options” einzuschalten. Andere Forenbesucher spekulieren, dass der Grund für das Problem an Interferenzen mit dem HDMI-Kabel liegen könnte, bei ihnen löste ein Austausch des HDMI-Kabels das Problem. Eine offizielle Erklärung für den Bug scheint es aber bislang nicht zu geben.





Bei 2560×1440 Pixel liegt die HDMI Signaltaktrate ziemlich nah an den für 802.1bgn 2.4GHz. Und da die Chips so nah aneinander liegen und zusätzlich das Kabel (wenn nicht mit Mantelwellendrosseln ausgestattet) eine prima Antenne abgibt, ist der RasPi sein eigener Störsender.
Daher taucht das Problem auch nicht bei anderen Frequenzen auf, und auch nicht auf 5GHz.