Die Distribution Raspbian liegt in einer aktualisierten Version vor. Neu ist ein Setup-Assistent, der neue Anwender begrüßt. Geändert haben die Entwickler zudem die vorinstallierte Software, obendrauf gibt es noch einen neuen PDF-Viewer.
Der neue „Setup Wizard“ begrüßt Anwender nach dem ersten Login. Über ihn können sie unter anderem schnell die gewünschte Sprache festlegen, eine WLAN-Verbindung herstellen (sofern die entsprechende Hardware vorhanden ist) und das Passwort ändern. Manuell lässt sich der Assistent auf der Kommandozeile via “sudo piwiz” aufrufen.
Um das Betriebssystem-Image klein zu halten und das Menü nicht mit zahlreichen Anwendungen zu überfrachten, haben die Entwickler einige der sonst vorinstallierten Programme aus der Standard-Installation geworfen. Darunter fallen vor allem kommerzielle Anwendungen, die nur für einen Teil der Nutzer interessant sind. Alle diese Programme lassen sich jedoch schnell und umkompliziert nachinstallieren. Dabei hilft die neue Anwendung „Recommended Software“. Sie listet die entsprechenden Programme auf, die Anwender dann mit zwei Mausklicks installieren und bei Bedarf auch wieder löschen können. Nutzer sollen die “Recommended Software” wie einen App-Store ansehen, in dem jedoch alle Programme kostenlos sind.
Raspbian 2018-06-27 ersetzt den bislang genutzten PDF-Viewer Xpdf durch qpdfView. Dieser soll eine modernere Benutzeroberfläche besitzen und Seiten schneller rendern.
Neben diesen größeren Neuerungen gab es auch noch ein paar kleinere. So meldet sich der Chromium-Browser in Version 65. Die Links auf die Raspbian-Website im Hilfe-Menü haben die Entwickler aktualisiert.
Die Gesamtlautstärke lässt sich jetzt über die entsprechenden Medientasten auf der Tastatur regeln – sofern die Tastatur solche besitzt. Wer sich über das Netzwerk-Icon mit einem WLAN-Netz erneut verbindet, muss das Zugangspasswort nicht noch einmal eintippen. Abschließend gab es noch zahlreiche Fehlerkorrekturen.
Sämtliche Änderungen listet die offizielle Ankündigung auf.


