Die offizielle Distribution für den Raspberry Pi basiert jetzt auf Debian 13 alias Trixie. Gleichzeitig haben die Entwickler ein wenig am Desktop geschraubt und unter der Haube einige zentrale Pakete neu geordnet.
Die Raspberry-Pi-OS-Entwickler betonen in ihrer Ankündigung, dass sich Debian 13 dem Jahr-2038-Problem annimmt: Das System speichert das Datum als 64-Bit-Wert und arbeitet somit auch reibungslos über das Jahr 2038 hinaus.
Des Weiteren hat das Team die Benutzeroberfläche aufpoliert. Anwender erwarten komplett neue Symbole, die neue Standard-Schriftart Nunito Sans Light und ein neues Hintergrundbild. Sämtliche Einstellungen sammelt ab sofort das Control Centre unter einer einheitlichen Oberfläche. Mit seiner Einführung werden gleichzeitig die vielen einzelnen Konfigurationsanwendungen wie die Raspberry Pi Configuration überflüssig. Der Quellcode des Control Centres lässt sich auf GitHub einsehen. Dort erfahren zudem Entwickler, wie man über eigene Plugins weitere Einstellungen in das Control Centre bringt.
Die Bookshelf-Anwendung markiert einige Publikationen mit einem Schlosssymbol. Diese Ausgaben des Raspberry Pi Official Magazine werden erst in ein paar Monaten frei zugänglich. Melden sich Abonnenten des Magazins innerhalb von Bookshelf an, schaltet die Software die Ausgaben schon jetzt frei.
Für Besitzer des AI HAT+, des AI Kits und des TV HAT gibt es eine wichtige Stolperfalle: Die zur Inbetriebnahme notwendigen Pakete fehlen noch dem auf Trixie basierenden Raspberry Pi OS. Auch Mathematica lässt sich noch nicht nachinstallieren. Wer eine der HATs oder Mathematica einsetzen möchte, sollte daher vorerst noch bei der Bookworm-Fassung von Raspberry Pi OS bleiben.
Die Lite-Version des Raspberry Pi OS kommt ohne Desktop-Umgebung, die sich jedoch bei Bedarf nachrüsten lässt. Die dazu notwendigen Pakete und Konfigurationsdateien holen jetzt umstrukturierte Meta-Pakete hinzu. Wer ein Wayland-System benötigt, installiert das Paket „rpd-wayland-core“, ein X11-System setzt „rpd-x-core“ auf. Anschließend holen noch „rpd-theme“ und „rpd-preferences“ das Theme und das Control Centre hinzu. Die grundlegenden Alltagsanwendungen liefert „rpd-applications“. Auch die „normale“ Desktop-Fassung von Raspberry Pi OS nutzt diese Pakete, dort sind sie lediglich schon vorinstalliert. Entfernt man die genannten Pakete, landet man automatisch bei der Lite-Version.





