Die Raspberry Pi Foundation, die Stiftung hinter dem Bastelrechner Raspberry Pi, hat mit dem Case Fan einen offiziellen Lüfter für das Gehäuse der aktuellen Version 4 des Rechners veröffentlicht.
Der Lüfter sitzt dabei nicht direkt auf der CPU oder dem Board, er wird stattdessen im Gehäusedeckel angesteckt und mit GPIO-Pins verbunden. Ein kleiner passiver Kühlkörper wird zusätzlich auf die CPU geklebt. In der Ankündigung des Produkts verspricht die Foundation in Person von Eben Upton, dass der Raspi 4 dann auch beim heftigsten Overclocking und unter Volllast kühl bleibt.

Der Lüfter wird am Gehäusedeckel angeclipst.
Der Raspberry 4 sei ursprünglich nach dem Sprint-and-Recover-Prinzip gebaut, schreibt Upton. Damit schalte der Prozessor nach längeren Vollastperioden mit entsprechender Wärmeentwicklung einen Gang herunter. Die Optimierungen zur Vermeidung dieses Leistungsabfalls seien in den ergangenen Monaten auf den Raspberry ohne Gehäuse und bei normalen Zimmertemperaturen erfolgt, so Upton. Ohne Gehäuse halte sich die Temperatur, etwa beim Kompilieren des Linux-Kernels im Quad-Core-Betrieb bei erträglichen 70 Grad. Beim Overclocking, dem Einsatz in heißeren Umgebungen und eben auch im Gehäuse könne die Temperatur beim Beispiel mit dem Linux-Kernel aber rasch den Bremspunkt von 80 Grad überschreiten. Das Kompilieren daure durch die gedrosselte Leistung dann deutlich länger. Mit dem Case Fan bleibe der Raspi dann auch beim übertakteten Prozessor im Gehäuse unter 70 Grad, so Upton. Der Lüfter ist im Handel erhältlich und kostet laut Upton fünf US-Dollar, was die deutschen Händler in rund fünf Euro umgerechnet haben.






