Das aktuelle Raspberry-Pi-Modell gibt es bereits in Fassungen mit 2, 4 und 8 GByte Hauptspeicher. Diesen gesellt sich jetzt noch eine Edition mit 16 GByte hinzu – zu einem relativ hohen Preis.
120 US-Dollar beträgt die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers, bei deutschen Händlern ist der Minicomputer für rund 140 Euro zu haben. Das bisherige Spitzenmodell mit 8 GByte ist weiterhin für nur rund 88 Euro zu haben. Damit verabschiedet sich die „16GB Edition“ endgültig von den kostengünstigen Vormodellen. Diese waren und sind aufgrund ihrer geringen Preise von bis zu 50 Euro vor allem bei Basteln besonders beliebt.
Umgekehrt erschließt der größere Speicher neue Anwendungen. Die Raspberry Pi Foundation nennt in ihrer Ankündigung beispielhaft die künstliche Intelligenz (in Form von Large Language Models, LLMs) und die Simulation von Flüssigkeiten. Obendrein würden „schwergewichtige Distributionen“ wie Ubuntu vom zusätzlichen Speicher profitieren. Auf der Platine des Raspberry Pi 5 16GB sitzt der SoC Broadcom BCM2712 im D0 Stepping, der Speicher stammt von Micron.
Mit der Einführung der 16-GByte-Fassung startet zudem das Projekt Carbon Removal Credits. Mit ihm möchte die Raspberry Pi Foundation die umweltschädlichen Emissionen bei der Herstellung ihrer Computer ausgleichen. Dazu kann man bei einigen bekannten Raspberry-Pi-Händlern für 4 Euro einen sogenannten Carbon Removal Credit erwerben. Die hierdurch erzielten Einnahmen leitet die Raspberry Pi Foundation dann an die Organisation UNDO weiter. Diese wiederum filtern dann mithilfe von Silikatgestein das schädliche CO2 aus der Luft.





