Q3/2008: Zwanzig Prozent mehr Sommer für IBM

Der Amerikaner Samuel J. Palmisano ist seit den 70er Jahren bei IBM. Seit 2003 bekleidet er den Posten des Vorsitzenden und CEOs.

Big Blue steigerte im dritten Quartal 2008 seinen Gewinn um ein Fünftel auf gut zwei Milliarden Euro. Ende des Quartals war am 30. September.

IBM steigerte sowohl den Umsatz als auch den Gewinn, vor allem aber den Gewinn: Er betrug 2,8 Milliarden US-Dollar (etwa 2,1 Milliarden Euro), 20 Prozent mehr als im vorigen Sommer. Der Umsatz zählte 25,3 Milliarden Dollar, das sind nur fünf Prozent mehr als im dritten Quartal 2007. Die gute Bilanz führt Samuel Palmisano, IBM-Vorsitzender und CEO, auf Investitionen in Schwellenländern zurück.

Der Amerikaner Samuel J. Palmisano ist seit den 70er Jahren bei IBM. Seit 2003 bekleidet er den Posten des Vorsitzenden und CEOs.

Der Amerikaner Samuel J. Palmisano ist seit den 70er Jahren bei IBM. Seit 2003 bekleidet er den Posten des Vorsitzenden und CEOs.

13 Prozent mehr Einnahmen als im Vorjahreszeitraum gerierte IBM in sogenannten Wachstumsländern. Das sind Schwellenländer, die mehr oder weniger an der Schwelle zwischen Entwicklungsland und moderner Industrienation stehen und deren Wirtschaft in Prozenten gemessen überdurchschnittlich schnell wächst. In Europa, dem Nahen Osten und Afrika erzielte das Unternehmen gegenüber Asien und den USA die höchste Umsatzsteigerung, nämlich zehn Prozent mehr Einnahmen (neun Milliarden US-Dollar). In Asien waren es demgegenüber sechs Prozent mehr Einkommen (5,2 Milliarden Dollar) und immerhin drei Prozent mehr im bankengeschüttelten Amerika (10,5 Milliarden).

In der Produktpalette verschnupfte sich die Gruppe Systems and Technology mit insgesamt minus zehn Prozent, vor allem wegen der Windows-nahen X-Systeme (minus 18 Prozent). Am heftigsten niesten die System-i-Maschinen, die 82 Prozent weniger Umsatz generierten. Gar nicht gut ging es auch der OEM-Mikroelektronik (minus 27 Prozent). Stolz schickten hingegen die Linux-nahen Mainframe-Systeme Z ein Viertel mehr Geld nach Hause als im Sommer 2007, und ihre ausgelieferte Rechenkraft, gemessen in Mips, verdoppelte sich. Die Unix-basierten P-Systeme blieben mit sieben Prozent Umsatzsteigerung im gesunden grünen Bereich.

Wacker schlug sich die Software Group von IBM mit fünf Milliarden Dollar Umsatz, zwölf Prozent Wachstum. Davon gehen vier Milliarden Dollar auf das Konto der Middleware inklusive Websphere, das Software-Management Tivoli und die Kollaborationssuite Lotus Notes. Der Umsatz mit Betriebssystemen stieg hingegen nur leicht an und verschaffte dem IT-Veteran mit Hauptsitz im Bundesstaat New York knappe 600 Millionen Dollar.

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