Nach zehn Jahren Entwicklung hat Pylint, ein statisches Analyse-Tool für die Programmiersprache Python, die Versionsnummer 1.0 erreicht.
Die Jubliäumsrelease bringt viele Änderungen und Verbesserungen, die unter anderem einem Entwickler-Sprint im Juni zu verdanken sind. Dazu gehören neue Prüfungen, etwa für die Newline am Dateiende, falsch kodierte Daten, Klassen ohne Basisklasse oder die veraltete Syntax für Exceptions. Möglicherweise sinke mit der neuen Version der Pylint-Score des einen oder anderen Entwicklers, scherzt Sylvain Thenault in der Release-Ankündigung.
Daneben hat das Projekt die Unterstützung für Python 3 verbessert, insbesondere für Version 3.3. Die Umsetzung von PEP 3102 “Keyword-Only Arguments” gehört ebenfalls dazu. Daneben funktionieren die Tools Epylint und Pyreverse nun auch für Python 3.
Die neue Option “–msg-template” steuert das Format der Ausgaben, einige der alten Formate fallen dafür weg. Pylint benutzt nun die neue Bibliothek Astoid, die “logilab-astng” ablöst.
Weitere Informationen zum Analyse-Tool gibt es unter http://www.pylint.org. Dort steht auch der GPLv2-lizenzierte Quelltext zum Download bereit. Leichter geht die Installation aber per Pypi oder Distributionspaket.
Ein kostenlos zugänglicher Artikel aus dem Linux-Magazin 08/2012 beschäftigt sich mit Pylint und anderen Werkzeugen für die statische Codeanalyse.




