Die Distribution Proxmox VE verwandelt ein System in eine Basis für Container und virtuelle Maschinen. Die neue Version Proxmo VE 8.3 aktualisiert den Unterbau, verbessert die Migration von anderen Hypervisoren, bietet schnellere Container-Backups und unterstützt Ceph Squid 19.2.0.
Ältere Versionen des verteilten Dateisystems Ceph stehen weiterhin parat. Konkret lassen sich Ceph Reef 18.2.4 oder Ceph Quincy 17.2.7 hinzuholen.
Proxmox VE kommt zunehmend als Alternative für VMware-Hypervisoren zum Einsatz. Den Umstieg unterstützt dabei ein mit der Vorversion eingeführter Migrationsassistent. Proxmox VE 8.3 ergänzt eine weitere kleine Komfortfunktion: Die neue Version importiert direkt über die Weboberfläche virtuelle Maschinen in den Austauschformaten Open Virtualization Format (OVF) und Open Virtualization Appliances (OVA). Die VMs angelt sich Proxmox dabei wahlweise von einem dateibasierten Storage oder über eine URL direkt aus dem Netzwerk. Auf diese Weise kann ein Administrator bequem eine VM von seinem lokalen Rechner in Proxmox VE hochladen und zünden.
Auf Wunsch sichert Proxmox VE seine Container auf dem Proxmox-Backup-Server. Bei einer solchen Sicherung erkennen die Systeme jetzt effizienter, ob sich Dateien gegenüber dem letzten Backup verändert haben. Nur in diesem Fall erfolgt dann tatsächlich eine Sicherung, wodurch wiederum das Backup schneller durchläuft.
Das Software-Defined Networking (SDN) haben die Proxmox-Entwickler enger mit der Firewall verzahnt. Insbesondere generiert Proxmox VE jetzt automatisch die IP-Sets für die virtuellen Zonen und Netzwerke, die das IP-Adressmanagement-Plugin verwaltet. Darüber hinaus verweist Proxmox VE 8.3 in den Firewall-Regeln auf die IP-Sets. Dies erleichtert vor allem die Wartung. Sofern man auf die optionale Nftables-basierte Firewall umschaltet, lässt sich schließlich noch der weitergeleitete Netzwerkverkehr auf dem Host und in den virtuellen Netzwerken filtern. Damit kann man beispielsweise den Datenfluss zwischen einer Simple Zone zu den anderen einschränken.
Das Benachrichtigungssystem kann sich jetzt auch via Webhooks Gehör verschaffen. Systemaktualisierungen, Backup-Jobs und andere Ereignisse lösen dann automatisch eine HTTP-Anfrage aus. Ziel und Body-Inhalt dieser Anfrage bestimmt der Administrator.
Abschließend verspricht die neue Tag-View einen besseren Überblick über die vorhandenen virtuellen Maschinen. Dazu gruppiert die Tag-View alle Gäste anhand der ihnen angehefteten Tags.
Unter der Haube von Proxmox VE 8.3 arbeitet Debian 12.8 (Bookworm) auf einem von ZFS 2.2.6 gesteuerten Dateisystem. Der Linux Kernel meldet sich standardmäßig in der Version 6.8.12-4, die sich manuell durch den neueren Kernel 6.11 tauschen lässt. Die Virtualisierung übernehmen QEMU 9.0.2 und LXC 6.0.





